06.10.2005 | 09:40

28. NÖ Unternehmerinnenforum am Heldenberg

Pröll: Politik muss Neoliberalismus Grenzen setzen

Unter dem Motto „Frauen, die sich trauen“ fand gestern, 5. Oktober, am Heldenberg in Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann das 28. NÖ Unternehmerinnenforum von „Frau in der Wirtschaft“ der Wirtschaftskammer NÖ statt. Am Schauplatz der heurigen Landesausstellung „Zeitreise Heldenberg“ wurden damit die Unternehmerinnen als „Heldinnen der Wirtschaft“ vor den Vorhang geholt. Insgesamt gibt es in Niederösterreich über 20.000 Unternehmerinnen, jedes dritte NÖ Unternehmen wird von einer Frau geführt. Auch bei Betriebsneugründungen liegt die Frauenquote von 39,4 Prozent deutlich über dem Österreichschnitt (ca. 35 Prozent).

Niederösterreich verfüge innerhalb der Ostregion über ein sehr gutes Wirtschaftswachstum, betonte dabei Pröll. Die Wirtschaftspolitik könne hier aber nur den Rahmen abstecken, entscheidend für ein erfolgreiches Wirtschaften seien UnternehmerInnen, die diesen Rahmen auch füllen. Unternehmerinnen zeichneten sich durch Sensibilität, Kommunikationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen aus; Unternehmerin zu sein bedeute aber auch, sich vielfachen Herausforderungen stellen zu müssen.

Ihm persönlich sei es ein großes Anliegen, so der Landeshauptmann weiter, dass Frauen gleichzeitig zu einem Kind und zum Unternehmen Ja sagen könnten. Als Arbeitgeber sei das Land Niederösterreich gerade dabei, organisatorische und finanzielle Möglichkeiten auszuloten, dass Mitarbeiterinnen im Landesdienst Beruf und Familie „besser unter einen Hut bringen können“, wovon er sich Impulse auch für nicht-öffentliche Einrichtungen erwarte.

Abschließend erneuerte Pröll an Hand der Handymasten und der Einkaufszentren an den Stadträndern seine Forderung, dass die Politik „einem schrankenlosen Neoliberalismus“ Grenzen zu setzen habe. Gegen den Trend der Zeit setze die niederösterreichische Politik mit der geplanten Steuer bzw. den neuen Raumordnungsbestimmungen hier Maßnahmen, die eine vielfache Verzinsung für Dörfer, Städte und die Landschaft brächten.


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