05.10.2005 | 09:27

Suchtberatungsstellen in Niederösterreich werden ausgebaut

Bohuslav: Flächendeckende Versorgung das Ziel

Zu den bereits etablierten fixen Einrichtungen in Lilienfeld und Baden kommen in Kürze auch neue Suchtberatungsstellen in Neunkirchen (betreut durch das Anton Proksch Institut) und Horn (betreut vom Fachpersonal der Caritas Wien) dazu. Das sei ein weiterer Meilenstein zur geplanten flächendeckenden Versorgung in allen Bezirken Niederösterreichs, unterstreicht Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. Bis November nehmen auch die Beratungseinrichtungen in Gänserndorf und in Bruck an der Leitha den Betrieb auf. Vorbereitet werden auch Standorte in Wiener Neustadt, Klosterneuburg und Tulln.

Die Suchtprävention wurde im heurigen Jahr mit neuen Streetwork-Einrichtungen, verstärkter Schulsozialarbeit, Schutzzonen und Checkpoints in Discos sowie kürzlich durch die Prävention beim Bundesheer wesentlich gestärkt. „Durch den Ausbau der Beratungsstellen könne nun auch jenen geholfen werden, die bereits von der Sucht betroffen sind“, so Bohuslav.

Die neuen Beratungsstellen sind eine erste Anlaufstelle für alle von Süchten Betroffenen und deren Angehörige sowie für deren soziales Umfeld. Sie bieten eine erste Abklärung der persönlichen Situation, psychosoziale Betreuung und Motivationsarbeit sowie die Vorbereitung auf einen stationären Aufenthalt, Nachbetreuung und auch medizinische Beratungsgespräche, fasst Bohuslav die Hauptaufgaben zusammen. Auch für Selbsthilfe- und Betroffenengruppen soll kompetente und fachliche Begleitung vorhanden sein, was z. B. den Aufbau oder die nötige Infrastruktur betrifft. Dazu werden die Zusammenarbeit, die Vernetzung und die Kooperation mit anderen Einrichtungen der Jugendwohlfahrt und sozialen Diensten, schulischen und außerschulischen Jugendeinrichtungen intensiviert.

Für dieses breite Angebot steht ausgebildetes und qualifiziertes Personal, das schon Erfahrung mit dieser Zielgruppe hat, wie Diplomsozialarbeiter, Fachärzte und Psychotherapeuten, zur Verfügung. Für die neuen Suchtberatungsstellen investiert das Land Niederösterreich heuer rund 500.000 Euro zusätzlich. Die Öffnungszeiten richten sich nach dem regionalen Bedarf. Das Wichtigste dabei sei, dass jederzeit eine telefonische Erreichbarkeit via Mobiltelefon gegeben ist, so Bohuslav.


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