05.10.2005 | 09:23

Horn und Neunkirchen erhalten Suchtberatungsstellen

Schabl: Erste Anlaufstelle für Hilfesuchende

Die NÖ Landesregierung beschloss gestern u. a. auch die Errichtung zweier Suchtberatungsstellen in den Bezirken Horn und Neunkirchen. Die Kosten für diese Beratungsstellen betragen jährlich knapp 170.000 Euro. Das Angebot der Suchtberatungsstellen umfasst neben der ambulanten auch die mobile Betreuung von Personen, die auf Grund von Alkohol, Nikotin, Medikamenten, illegalen Suchtmitteln oder sonstigen Substanzen abhängig sind. „Die Suchtberatungsstellen erfüllen einen wichtigen Auftrag als erste Anlaufstelle für alle Hilfesuchenden, Angehörigen sowie Betroffenen“, betont Landesrat Emil Schabl zur Erweiterung des Beratungsnetzes in Niederösterreich.

In Niederösterreich gibt es rund 165.000 Menschen mit krankhafter Nikotin- und 65.000 mit Alkoholsucht. 21.000 Menschen sind von Medikamenten abhängig und 4.000 bis 6.000 von illegalen Drogen. Im Jahresdurchschnitt sterben 3.500 Niederösterreicher an den Folgen des Rauchens, 2.000 an jenen des Alkoholmissbrauchs und mehr als ein Dutzend auf Grund des Konsums illegaler Drogen. „Um die Aufklärung und Heilung im Kampf gegen die Sucht nachhaltig zu stärken, müssen wir in einem weiteren Schritt die Zusammenarbeit der Beratungseinrichtungen, der Krankenanstalten und der niedergelassenen Ärzte optimieren. Der weitere Ausbau und die Vernetzung dieser Anlaufstellen wird einerseits einen zweckentsprechenden Standard gewährleisten, andererseits die kontinuierliche Weiterentwicklung in der Suchtarbeit sichern“, so Schabl abschließend.


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