21.09.2005 | 14:49

Sobotka präsentierte neue NÖ Wohnbauförderung

Höhere soziale Treffsicherheit, Ökologie weiter ausgebaut

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka präsentierte heute im Landhaus in St. Pölten das neue Wohnbauförderungsmodell für die Bereiche Eigenheim, Eigenheimsanierung und Wohnzuschuss.

Die Wohnbauförderung wurde vereinfacht, gleichzeitig wurden die soziale Treffsicherheit erhöht und die ökologischen Standards weiter ausgebaut. Ab 1. Jänner 2006 kann man nach den neuen Richtlinien einreichen. Die durchschnittliche Bewilligungsdauer ab der Einreichung um die NÖ Wohnbauförderung wird auf drei Monate beschleunigt. In Niederösterreich werden laut Sobotka pro Jahr rund 500 Millionen Euro für die Wohnbauförderung ausgegeben.

Die Förderungen im Einzelnen: Die Eigenheimförderung besteht aus der Familienförderung, aus einem Punktesystem („100-Punkte-Haus“) für energiesparende und nachhaltige Bauweise sowie einem Bonus für Niedrigenergie und für Lagequalität. Als Voraussetzung für die Zuerkennung dieser Förderungen gilt weiterhin die Energiekennzahl von höchstens 50 kWh/Quadratmeter pro Jahr.

Die Familienförderung richtet sich nach der Familiensituation: Jungfamilien bekommen 4.000 Euro, 6.000 Euro wird für das erste Kind, 8.000 Euro für das zweite Kind, 10.000 Euro ab dem dritten Kind ausbezahlt. „Wir wissen, dass Familien mit mehr Kindern höher proportionale Ausgaben haben“, meinte Sobotka. Für jedes Kind mit besonderen Bedürfnissen werden 10.000 Euro überwiesen.

Zusätzlich zur Familienförderung können durch energiesparende und nachhaltige Bauweise weitere Förderungsmittel beansprucht werden. Jeder Punkt ist 300 Euro wert; so können insgesamt 30.000 Euro an zusätzlichen Förderungsmitteln zugesprochen werden. Bei besonders energiesparender Bauweise können zudem Fördermittel für Niedrigenergie beansprucht werden. Auch kann man „eine Zusatzbonifikation“ von bis zu 3.000 Euro für die Lagequalität des Baus erhalten.

Bei der Eigenheimsanierung setzt man auf das hohe Energiesparpotenzial. 100 Punkte sind hier Voraussetzung für eine maximale Förderung; 25 Punkte bekommt man z. B. für ein Haus, das unter Denkmalschutz steht.

Über die Förderung der Errichtung eines Eigenheimes und der Eigenheimsanierung hinaus hilft der Wohnzuschuss besonders den niederösterreichischen Jungfamilien und den Familien mit Kindern.

Beim großvolumigem Wohnbau ab 30 Einheiten ist ein Architekt als Planer zu beauftragen. Auch die jeweilige Gemeinde soll in das Verfahren einbezogen werden. Die Heizkesseltauschaktion bei Öl und Gas als Brennstoff läuft hingegen aus.

Weitere Informationen: ab 26. September unter der Telefonnummer 02742/22 1 33 an Werktagen von 8 bis 16 Uhr (Wohnbau-Hotline) bzw. www.noe.gv.at.


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