12.09.2005 | 08:34

Waldzell Meeting 2005 im Stift Melk

Pröll: Müssen nachhaltig, solidarisch und in Generationen denken

Stift Melk war nach 2004 auch heuer wieder Schauplatz des Waldzell Meetings. Der Auftakt für dieses zweitägige Treffen, an dem laut Veranstalter, das Waldzell Institut, einige der bedeutendsten Denker und Visionäre unserer Zeit teilnehmen, erfolgte am Samstag mit der offiziellen Eröffnung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Zukunft mit Sinn sei bei allen Generationen ein Bedürfnis gewesen und habe in einer von Hektik geprägten und schnelllebigen Zeit auch heute ganz besondere Bedeutung, meinte Pröll in seinem Eröffnungsstatement. In Ruhe und Muße liege zudem die Chance, sich selbst zu finden. Wer das könne, habe auch gedanklich jene Freiheit, um "über den Tag hinaus" zu denken und zu konzipieren.

Verantwortungsträger wie auch hier im Stift Melk sollten als Denker, Visionäre und Charismatiker "zeitgerecht den Schritt vorwärts machen", gleichzeitig aber auch zur richtigen Zeit Grenzen setzen. Pröll: "Wir müssen jenes individuelle Tempo finden, das Körper und Geist gut tut."

Unbestritten ist für den Landeshauptmann, dass Isolation, Egoismus und Zynismus zu Spannungen und Konflikten in der Gesellschaft führen. Dazu würden mehr und mehr - ohne zu pauschalieren - nur unternehmerischer Erfolg, reine Fakten ohne Emotionen und Coolness zählen, der Mensch bleibe dabei auf der Strecke. Andererseits rütteln Katastrophen auf und rücken alles in den Hintergrund. Pröll: "Verantwortung heißt für mich, nachhaltig, solidarisch und vor allem in Generationen zu denken."

Das Ziel des Waldzell Meetings ist die gemeinsame Erarbeitung von "Entwürfen für eine Zukunft mit Sinn". Der informelle Rahmen bietet den Teilnehmern - rund 150 europäischen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien - die Möglichkeit, einen Dialog über diese zentralen Fragen zu führen.

Um möglichst vielen Entscheidungsträgern eine Chance zu geben, an diesem Meeting teilzunehmen, wurde dieses Jahr ein neues Element kreiert: Die "Architects of the Future", 18 junge Menschen aus der ganzen Welt, die bereits außergewöhnliches geleistet haben, wurden kostenlos zu diesem Meeting eingeladen. Die Patronanz über die "Architects of the Future" hat Bestsellerautor Paulo Coelho, der heuer ebenfalls an dieser Veranstaltung teilnimmt, übernommen.


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