07.09.2005 | 12:28

Plank: Ökoenergie ist Gebot der Stunde

Frühere Investitionen werden derzeit eindeutig bestätigt

„Die Energiepreissituation ist derzeit in aller Munde, ausgehend vom Erdölpreis, der sich sicher weiter nach oben bewegt“, betonte heute Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank in einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten. Auch dadurch zeige sich, dass der vor über zwei Jahrzehnten eingeschlagene niederösterreichische Weg des Ausbaus der Ökoenergie richtig gewesen sei. Diese Kontinuität, den Einsatz alternativer Energieformen zu fördern, habe sich einfach bezahlt gemacht, meinte Plank. Die früheren Investitionen in alternative Energieformen wie die Verwendung von Windrädern, von Biomasse oder der Einsatz von Solarenergie sowie über 20 Jahre intensiver Überzeugungsarbeit würden jedenfalls derzeit eindeutig bestätigt.

Vor allem seien durch österreichische Technologie und österreichisches Know-how die Holzheizungen von der kleinen Pelletsfeuerung bis zur industriellen Großanlage „zu einem Exportschlager geworden“, so Plank. Holzbrennstoffe wie Hackschnitzel oder Pellets würden derzeit um bis zu 50 Prozent unter den Kosten von Erdöl liegen. Die dafür verwendeten Anlagen seien umwelttechnisch ebenfalls ganz vorne zu finden.

Alte Holzheizungen seien aus der Sicht der Emissionen problematisch, moderne Anlagen dagegen in ihrem Emissionsverhalten unvergleichlich besser, hielt Plank fest. Das Austrian Bioenergy Center habe in Zusammenarbeit mit dem Francisco Josephinum in Wieselburg die Emissionen von kleineren Holzfeuerungsanlagen untersucht. Das Ergebnis: Seit 1980 würden die Emissionen von Kohlenmonoxid, von organisch gebundenem Kohlenstoff und von Staubfracht deutlich abnehmen. So seien trotz steigender Zahl der Feuerungen auch in den letzten fünf Jahren die Staubemissionen um rund zehn Prozent gesunken.

Plank forderte auch ein neues Ökostromgesetz. Die österreichischen Ökostromanlagen seien mittlerweile nämlich viel wettbewerbsfähiger geworden. Kleinwasserkraftwerke etwa würden heute durchaus Schritt mit Anlagen halten, die Strom traditionell erzeugen. Das Land trete daher massiv für die Forderung ein, dass ein neues Ökostromgesetz, das über mehrere Jahre Geltung hat, auf den Tisch komme und dass man der Verstromung von Biomasse und der Solartechnik mehr Bedeutung zumesse. „Ökostrom ist heute nicht mehr Preistreiber, ein Ruf, der ihm zu Unrecht unterstellt wurde“, argumentierte Plank. Ökoenergie sei vielmehr „ein Gebot der Stunde“. Ende 2006 wolle man in Niederösterreich 15 Prozent Ökostrom anpeilen.

Plank kündigte auch an, dass man unmittelbar bevorstehe, ein Energieberatungsnetzwerk einzuführen, wo alle ihr Know-how einbringen können. Dieses Netzwerk soll am 23. September in Wieselburg vorgestellt werden.


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