06.09.2005 | 10:06

KustodInnenlehrgang im „Brandlhof“

Anmeldeschluss für Teilnahmewillige am 15. September

Im „Brandlhof“ in Radlbrunn (Gemeinde Ziersdorf, Bezirk Hollabrunn) wird ab dem heurigen Herbst ein Lehrgang zur Aus- und Weiterbildung von KustodInnen angeboten. In insgesamt sechs Modulen, die zwischen Oktober 2005 und März 2006 abgehalten werden, werden Interessierten Kenntnisse und Fähigkeiten für die tägliche Arbeit im Museum vermittelt. Die in diesem Rahmen insgesamt zwölf zur Verfügung stehenden Plätze sind bereits vergeben, für Teilnahmewillige besteht aber bis 15. September noch die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

Die jeweils zweitägigen Module, von denen das erste am 14. und 15. Oktober stattfindet, widmen sich Themen wie „Museumskonzept und Sammelstrategie“, „Aufbewahrung und Handhabung von Museumsobjekten und Archivalien“, „Inventarisierung von Museumsbeständen“, der „Ausstellungsgestaltung“, den „Museumsbesuchern“ und schließlich der „Erfolgreichen Betriebsführung“. Ein „Abschlussmodul“ beinhaltet eine Museums-Exkursion, bei der die TeilnehmerInnen Gelegenheit bekommen, mit anderen KustodInnen Erfahrungen auszutauschen. Der Termin für diese Exkursion wird im Zuge der Ausbildung vereinbart.

Der „Brandlhof“ war im Zuge der Vorbereitungen für die diesjährige NÖ Landesausstellung einer Revitalisierung unterzogen worden; die Eröffnung nahm Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am 29. Mai dieses Jahres vor.

Beim „Brandlhof“ handelt es sich um einen ehemaligen Meierhof des Stifts Lilienfeld, der im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 2002 erstand die Marktgemeinde Ziersdorf den zuvor immer mehr im „Dornröschenschlaf“ versunkenen Hof; als Betreiberin desselben fungiert seitdem die „Volkskultur Niederösterreich“. In Anlehnung daran dient der „Brandlhof“ künftig als Zentrum für die Volkskultur im Weinviertel: Während hier künftig in den Wintermonaten Lehrgänge abgehalten werden, sind für den Sommer Veranstaltungen geplant, bei denen Volksmusik und traditionelles Handwerk im Mittelpunkt stehen.

Der Hof stellt auch ein typisches Beispiel für den Lehmbau im Weinviertel dar; im Zuge der Revitalisierung wurde darauf geachtet, dass der ursprüngliche Charakter des historischen Gebäudes erhalten bleibt. In den ehemaligen Stallungen wurde eine Ausstellung zur Geschichte des Hofs untergebracht, im früheren Wohnhaus wurde eine Wirtsstube eingerichtet. Der „Brandhof“ ist bis 1. November jeden Samstag und Sonntag sowie jeden Feiertag von 10 bis 17 Uhr sowie von Montag bis Freitag für angemeldete Gruppen geöffnet. Die Besichtigungen sind kostenlos.

Nähere Informationen: Volkskultur NÖ BetriebsGmbh, 3451 Atzenbrugg, Schlossplatz 1, Telefon 02275/4660-14, e-mail museen@volkskulturnoe.at, www.volkskulturnoe.at bzw. www.noemuseen.at.


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