02.09.2005 | 13:42

Guter Hygiene- und Gesundheitszustand der Nutztiere in NÖ

Trend zu tierschutzgerechter Haltung nimmt weiter zu

Laut dem kürzlich fertig gestellten „Veterinär-Jahresbericht 2004“ werden in Niederösterreich Nutztiere großteils unter einwandfreien hygienischen Bedingungen gehalten. Außerdem sind die Tiere generell auch in einem guten Gesundheitszustand. So gab es im Gegensatz zu 2003 – auf Grund der Trockenheit – im Vorjahr keinen Futtermangel. Auch Krankheiten bzw. Tierseuchen wie beispielsweise Tuberkulose oder Rinderleukose bei Rindern und Ziegen wurden nicht festgestellt. Ebenso konnten Atemwegserkrankungen, die immer wieder bei Ferkeln auftreten, konnten mit Hilfe einer speziellen Impfung zuletzt stark reduziert werden.

Hinsichtlich nicht ansteckender Krankheiten hält der Bericht unter anderem fest, dass vor allem bei Rindern und Schweinen weiterhin vermehrtes Augenmerk unter anderem auf die Kontrolle der Futtermittelqualität und leistungsgerechte Fütterung gelegt wird. Zudem wird weiterhin vermehrt auf Laufstall- und Weidehaltung, Offenstallbauweise und eine Modernisierung von Melkanlagen gesetzt. Auch in der Schweine- und Geflügelhaltung konnte 2004 eine generelle Trendwende zu tierschutzgerechter Haltung beobachtet werden.

Maßnahmen mussten dagegen im Vorjahr in Niederösterreich gegen fünf anzeigenpflichtige Tierseuchen gesetzt werden. Dabei handelte es sich etwa um die „Amerikanische Faulbrut“, der 17 von 22 erkrankten Bienenvölker mussten getötet werden. 2003 waren dieser Krankheit sieben Bienenvölker zum Opfer gefallen. Die Zahl der 2004 an „Rauschbrand“ verendeten bzw. getöteten Rinder belief sich auf 49; 2003 waren es 52. An der Infektionskrankheit „Psittakose“ erkrankten zwei Tiere.

Fälle von „Wutkrankheit“ bzw. „Tollwut“ konnten im Vorjahr nicht festgestellt werden; im Frühjahr und im Herbst fanden die obligatorischen Impfungen von Füchsen statt. In Summe wurden 2004 gegen zehn verschiedene Krankheiten Schutzimpfungen durchgeführt. Beim Großteil der geimpften Tiere handelte es sich um Hühner, gegen „Wutkrankheit“ wurden verstärkt Hunde, Katzen und Einhufer geimpft.

Im November 2004 beteiligte sich das Bundesland Niederösterreich an einer Übung zur Bekämpfung der „Maul- und Klauenseuche“. Ziel dieser Übung war, die Effizienz der Bekämpfungsmaßnahmen sowie die Koordination der beteiligten Behörden und Organisationen zu überprüfen. Das Übungsszenario wurde in der Fachschule Warth (Bezirk Neunkirchen) durchgeführt. Durch die Übung konnte das Problembewusstsein für einen Krisenfall in allen Instanzen erhöht werden; vor allem der Einsatz von EDV-Programmen erwies sich als hilfreich und führte den Bedarf an entsprechend gut ausgebildetem Personal in diesem Bereich vor Augen.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, 3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Abteilung Veterinärangelegenheiten, Dr. Franz Karner, Telefon 02742/9005-12750.


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