29.08.2005 | 09:53

NÖ braucht 300 Millionen Euro für modernen Hochwasserschutz

Erfordert Kraftanstrengung von Bund, Land und Gemeinden

Angesichts der dramatischen Ereignisse im Westen Österreichs und der damit verbundenen Diskussion über den Hochwasserschutz fordert Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank abermals eine gemeinsame Kraftanstrengung. „Die Hochwasserkatastrophe im Westen Österreichs unterstreicht die Dringlichkeit der auch in Niederösterreich notwendigen Maßnahmen: 100 Millionen Euro an der Donau und weitere 200 Millionen Euro an den restlichen Flüssen Niederösterreichs. Das brauchen wir, um in einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren die notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen zu können. Die Schaffung zusätzlicher Retentionsräume und die naturnahe Räumung von Flussgebieten sollen ein Ausufern der Flüsse in vielen Bereichen verhindern. Dem Wasser muss deshalb mehr Raum gegeben werden“, fordert Plank. Modern konzipierte Schutzbauten im unmittelbaren Siedlungsbereich sollen auch vor einem hundertjährigen Hochwasser schützen.

Die notwendigen Maßnahmen werden zur Zeit von Experten des Landes in einem Prioritätenkatalog zusammengestellt. Dieser ist auch die Grundlage für die schon laufenden Gespräche und Verhandlungen zwischen Land und Bund, um die Finanzierung sicherstellen zu können. „In den Gesprächen zum Hochwasserschutz an der Donau sind wir in der Abstimmung mit Oberösterreich, Wien und dem zuständigen Infrastrukturministerium bereits sehr weit. Mit dem Lebensministerium laufen die Gespräche über die notwendigen Maßnahmen und deren Finanzierung für die sonstigen Flüsse in Niederösterreich. Unser Ziel ist es, im Herbst ein Gesamtpaket von Maßnahmen im Landtag zu beschließen“ meint Plank.

In Niederösterreich wurden seit 2002 rund 35,5 Millionen Euro in Hochwasserschutzprojekte investiert. Darüber hinaus werden jährlich ca. 5 Millionen Euro für die Instandhaltung bestehender Schutzbauten aufgewendet. Viele Siedlungs- und Gewerbegebiete konnten so bereits hochwassersicher gemacht werden. Dabei wurden auch die modernen Erkenntnisse einer nachhaltigen Schutzwasserwirtschaft umgesetzt: gesamtheitliche Betrachtung des Einzugsgebietes, mehr Platz für die Flüsse, kombiniert mit der Verbesserung der ökologischen Rahmenbedingungen am Gewässer. Weitere Informationen: Büro LR Plank, Christian Milota, Telefon 0676/552 59 39, e-mail christian.milota@noel.gv.at.


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