24.08.2005 | 12:42

Zahl der SchülerInnen in Niederösterreich sinkt weiter

Stricker: Feingliedrige Schulstruktur soll erhalten bleiben

Wie Landesschulratspräsident Adolf Stricker heute in St. Pölten bekannt gab, wird es in Niederösterreich auch im kommenden Schuljahr wieder weniger SchülerInnen geben als zuletzt. Der momentanen Datenlage zufolge werden im Schuljahr 2005/2006 in Summe voraussichtlich 213.653 SchülerInnen in 1.190 Schulen von 20.058 Lehrkräften betreut. Im Vergleich zum Schuljahr 2004/2005 entspricht das einem Rückgang der GesamtschülerInnenzahl um 2.956 bzw. um 1,4 Prozent. Die Zahl der PflichtschülerInnen hat sich dabei seit dem Vorjahr um 2.502 bzw. um 1,9 Prozent verringert; den stärksten Rückgang mit einem Minus von 2,4 Prozent haben die Volksschulen zu verzeichnen. Die Anzahl der SchulanfängerInnen wird sich im kommenden Herbst auf 16.310 belaufen; im Vorjahr gab es in Niederösterreich 16.853 SchulanfängerInnen.

„Trotz des Schülerrückganges im Volksschulbereich wird es auch im Schuljahr 2005/2006 gelingen, die bestehende Schulstruktur zu sichern und zukunftsfähige Organisationseinheiten zu schaffen“, meinte Stricker. Auf Grund der sich nach unten entwickelnden Schülerzahlen könne es allerdings in einzelnen Gemeinden dazu kommen, dass nicht alle Kleinststandorte einer Schulform auf Dauer weitergeführt werden können. „Die durch den gesetzlichen Schulerhalter, also im Regelfall die Gemeinde, gefällte Entscheidung zur Zusammenführung von Kleinststandorten ist ein neuer Weg, der eine Erleichterung bei der Bewältigung jener Problemfelder bringen wird, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen.“ Landespolitisches Ziel sei jedenfalls, in jeder Gemeinde eine Bildungseinrichtung und damit die feingliedrige Schulstruktur im Land zu erhalten. In diesem Zusammenhang solle auch darauf geachtet werden, dass die Kinder so wenig wie möglich pendeln müssen, betonte Stricker.

Neben den Schülerzahlen ist im Vergleich zum Vorjahr auch die Zahl der Lehrkräfte von 20.212 auf 20.058 gesunken. Allein im Pflichtschulbereich werden im kommenden Herbst voraussichtlich um 126 LehrerInnen weniger tätig sein als im vergangenen Herbst. Auch die Zahl der Klassen hat sich im Pflichtschulbereich im Vergleich zum Vorjahr von 6.438 auf 6.329 verringert.

Als Schwerpunkte für das kommende Schuljahr nannte Stricker die Weiterführung der „NÖ Sprachenoffensive“, den bedarfsorientierten Ausbau der ganztägigen schulischen Betreuung um 15 neue Standorte oder auch die Förderung sowohl von SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen als auch mit höchsten Begabungen.

Niederösterreichische Schulen seien in vielen Bereichen im Bundes- wie im Europavergleich führend. Untersuchungen zufolge würden 80 Prozent aller SchülerInnen und Eltern das schulische Geschehen in Niederösterreich mit „sehr gut“ bis „ausgezeichnet“ bewerten, meinte Stricker.

Nähere Informationen: Landesschulrat NÖ, Telefon 02742/280.


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