19.08.2005 | 10:42

Kelten-Ausgrabungen am Sandberg in Roseldorf

Tag der offenen Tür am 20. August

Im Ausgrabungsareal „Fürstensitz-Keltenstadt“ am Sandberg in Roseldorf wird am Samstag, 20. August, zwischen 14 und 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür geladen (nur bei Schönwetter). Dabei kann dem heuer noch bis 26. August tätigen Team rund um Dr. Veronika Holzer live bei den Grabungen am keltischen Heiligtum über die Schulter geblickt werden. Dazu gibt es Präsentationen, Führungen und ein Buffet für die Besucher.

Die Funde und Forschungsergebnisse selbst sind noch bis 23. Oktober in einer eigenen Ausstellung im Museum zu sehen (Öffnungszeiten: Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr bzw. nach Vereinbarung). Am Areal wurde als Dauereinrichtung ein Themenweg geschaffen, entlang dessen nicht nur auf Schautafeln zur Kultur der Kelten im Allgemeinen und zum Sandberg im Speziellen informiert wird, sondern auch grafische Rekonstruktionen auf Durchblickpanoramen zu sehen sind.

Gegraben wird am Sandberg seit 2001, nachdem ein 1995 gestartetes Forschungsprojekt an Hand geomagnetischer Prospektionen eine flächenmäßige Ausdehnung von 22 Hektar nachweisen konnte (das tatsächliche Areal wird auf rund das Doppelte geschätzt). Damit handelt es sich bei der „Fürstensitz-Keltenstadt“ um die bisher größte entdeckte keltische Freilandsiedlung Österreichs und vermutlich Mitteleuropas. Die Tatsache einer eigenen Münzprägewerkstätte, Beweis für den hier etablierten Fürstensitz, in Verbindung mit bisher ca. 800 wissenschaftlich erfassten Münzen weist den Sandberg zudem als münzreichste keltische Siedlung Österreichs aus.

Nähere Informationen beim Verein „Forum Platt“ unter 02945/2304 und www.nhm-sandberg.at.


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