09.08.2005 | 12:32

Umfahrung Enns

Teilabschnitt wird für Verkehr freigegeben

Das Teilstück der Umfahrung Enns zwischen OMV-Tanklager und dem Kreisverkehr der Mauthausener Straße wird heute, Dienstag, 9. August, offiziell eröffnet. Mit den Bauarbeiten wurde im März 2004 begonnen. Der Kreisverkehr (Kreuzung B 1/B 123) wurde Anfang Mai 2005 für den Verkehr freigegeben. Mit der gesamten Fertigstellung auf niederösterreichischer Seite, also vom Kreisel bis zur Ennsbrücke, ist noch im heurigen Jahr zu rechnen.

Die Gesamtbaukosten für den niederösterreichischen Teil belaufen sich auf rund 19,3 Millionen Euro. Die HLAG übernimmt rund 11,5 Millionen Euro, das Land Niederösterreich rund 7,8 Millionen Euro.

Derzeit fließt der gesamte Verkehr, das sind rund 13.500 Fahrzeuge pro Tag, auf der B 1 und der Landesstraße B 123 durch Ennsdorf. Neuralgischer Punkt ist vor allem der Kreuzungsbereich der B 1 mit der B 123 und der L 6247. Durch den Ausbau der Ennshäfen auf oberösterreichischer und niederösterreichischer Seite wurde die Umfahrung notwenig. Sie bringt eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für die Gemeinden Enns, Ennshafen und Asten sowie eine bessere Anbindung der Ennshäfen. Für Ennsdorf bedeutet die neue Umfahrung beispielsweise eine Verkehrsentlastung von bis zu 70 Prozent.

Die Trasse der neuen B 1 verläuft sowohl in Niederösterreich als auch in Oberösterreich parallel zueinander und ist damit ein gemeinsames Bauvorhaben.

Die neue B 1 zweigt bei Kilometer 164 (kurz nach dem OMV-Tanklager) vom Altbestand ab, unterfährt das Mauthausenergleis und die Ennsdorfer Schleife mit einem Grüntunnel und bindet mit einem Kreisverkehr die B 123 an. Ab dem Kreisverkehr verläuft die Trasse zwischen Ennsdorf und dem Hafen Ennsdorf zur neu errichteten Ennsbrücke bei Kilometer 167, wo sie die Landesgrenze überquert und auf oberösterreichischer Seite bei Kilometer 174 in den Altbestand einmündet.

Die Gesamtlänge der Umfahrung beträgt rund zehn Kilometer, der niederösterreichische Teil ist rund 3,5 Kilometer lang.

Auf niederösterreichischer Seite wurden insgesamt 12 Brücken errichtet, davon vier vom Land Niederösterreich und acht durch die HLAG. Als ökologische Ersatzflächen sind Aufforstungsflächen von 30.000 Quadratmetern vorgesehen. Zur schadlosen Ableitung der Oberflächenwässer wurden in Niederösterreich sechs Gewässerschutzanlagen gebaut.


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