22.07.2005 | 12:39

Sanierung der Beizschlammdeponie Ternitz

Plank: Wichtiger Meilenstein für das Land NÖ

Bis Ende 2006 soll Ternitz (Bezirk Neunkirchen) frei von Beizschlamm sein. Das wurde heute Vormittag bei einer Pressekonferenz am Areal der Schoeller Bleckmann Edelstahlrohr AG bekannt gegeben.

„Obwohl es hier mit der Gefährdungsstufe 2 kein aktuelles Gefährdungspotenzial gibt, ist dieser Schritt für das Land Niederösterreich ein wichtiger Meilenstein. Weiters ist dieser Schritt ein klares Bekenntnis des Unternehmens zu diesem Standort und damit zu den Arbeitsplätzen und zur langfristigen Weiterentwicklung“, betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Das Land Niederösterreich habe sich bemüht, bei den notwendigen Genehmigungen für die Sanierung der Beizschlammdeponie ein „guter und verlässlicher Partner“ zu sein.

Beim umweltschädigenden Beizschlamm handelt es sich um ein Abfallprodukt der Rohrfertigung, die seit 1960 am Standort Ternitz betrieben wird. In den vergangenen Jahren wurde intensiv an einer Lösung des Deponieproblems gearbeitet. Anfang dieses Jahres wurden schließlich die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Im Juni 2005 wurde von Seiten des Landes der entsprechende Bescheid zur totalen Räumung ausgestellt. Die Sanierung, deren Gesamtkosten sich auf rund 17 Millionen Euro belaufen, werden zu 75 Prozent aus dem Altlastensanierungsfonds gefördert, der Rest der Kosten wird von der Schoeller Bleckmann Edelstahlrohr AG selbst aufgebracht. Derzeit laufen die Detailplanungen, Ende September erfolgt eine EU-weite Ausschreibung, so dass bereits im November mit der Aufarbeitung des Beizschlamm-Rückstands begonnen werden kann. Ende 2006 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Auf welche Deponie der Beizschlamm gebracht werden soll, wird in den kommenden Monaten festgelegt.

Die Eisenverarbeitung in der Region Ternitz lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Durch den Zusammenschluss der Schoeller Stahlwerke AG in Ternitz und der Bleckmannstahlwerke in Mürzzuschlag entstand 1924 die Schoeller-Bleckmannstahlwerke AG. Im Jahr 1960 wurde in Ternitz mit der Produktion nahtloser Edelstahlrohre begonnen. Heute zählt das Unternehmen weltweit zu den führenden Herstellern dieser nahtlosen Edelstahlrohre.

Mit rund 500 Mitarbeitern produziert das Unternehmen auf einer Betriebsfläche von 200.000 Quadratmetern jährlich 15.800 Tonnen dieser Rohre. Der Stahl kommt aus dem konzerneigenen Stahlwerk. Die Produkte kommen in der chemischen, petrochemischen und in der Pharmaindustrie ebenso zum Einsatz wie in Kraftwerken, Industrieöfen und im Maschinenbau sowie bei der Gewinnung und Förderung von Erdöl. Der Exportanteil der Firma beläuft sich auf 94 Prozent, Kunden finden sich in insgesamt 85 Industrieländern. Das Unternehmen, das derzeit auch 16 Lehrlinge ausbildet, zählt in der Region Ternitz zu den bedeutendsten Arbeitgebern.

Nähere Informationen: Pressestelle Schoeller Bleckmann Edelstahlrohr AG, Mag. Karin Holdhaus, Telefon 01/717 86-160, e-mail karin.holdhaus@pleon-publico.at, www.sber.at.


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