07.07.2005 | 12:21

Feuerbrand breitet sich in NÖ aus

Verdachtsfälle sind am Gemeindeamt zu melden

In Niederösterreich breitet sich der Feuerbrand aus: Betroffen sich die Bezirke Amstetten, Gmünd, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Melk, Mistelbach, Mödling, Neunkirchen, Scheibbs, Waidhofen an der Thaya und Zwettl. Befallen sind die Wirtspflanzen Apfel, Birne, Zwergmispel, Weißdorn, Feuerdorn, Vogelbeere und Zierquitte. Jeder Verdacht auf Feuerbrand ist am zuständigen Gemeindeamt zu melden.

Der Feuerbrand, eine Pflanzenkrankheit, die durch ein schwer zu bekämpfendes, hochinfektiöses Bakterium verursacht wird, stellt für das Kernobst, die Streuobstwiesen und Hausgärten sowie für Zierpflanzen in öffentlichen Grünanlagen eine ernstzunehmende Gefahr dar. Da sich Bakterien unter feucht-warmen Bedingungen besonders schnell vermehren, ist wegen der schwülen Witterung Ende Juni mit verstärktem Auftreten in den nächsten Wochen zu rechnen. Die ersten Anzeichen des Feuerbrands sind welke Blüten, Triebe und Früchte, wobei sich die Spitzen der jungen Triebe hakenförmig verkrümmen und die Blätter sich in der Folge braun bis schwarz verfärben. Von diesen Infektionsstellen aus kann sich die Krankheit auf benachbarte Triebe, stärkere Äste und den Stamm verbreiten, und zwar bei günstiger Witterung sehr schnell und mit großer Intensität. Die Pflanzen sehen dann wie verbrannt oder verdorrt aus.

Der Bakterienschleim wird besonders unter feucht-warmen Bedingungen reichlich produziert. Dieser Schleim darf nicht berührt werden, es besteht akute Verschleppungsgefahr. Um eine weitere Ausbreitung des Feuerbrandes zu verhindern, ist wichtig, Krankheitsherde schnell zu erkennen und sofort zu vernichten.

Für die Gesundheit von Mensch und Tier besteht aber keine Gefahr. Auch entstehen dem Pflanzenbesitzer keinerlei Kosten. Sämtliche Kosten, die durch Abklärung, Roden und Schnitt entstehen, werden auch 2005 von den Gemeinden und vom Amt der NÖ Landesregierung getragen.

Weitere Informationen: Ing. Christian Haselberger, NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Amtlicher Pflanzenschutzdienst, Telefon 02742/259-2603.


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