27.06.2005 | 13:31

Konjunkturgespräch mit Unternehmern im NÖ Landhaus

LH Pröll: Firmenchefs zuversichtlich, Zahl der Arbeitslosen soll gesenkt werden

Niederösterreichs Unternehmer sind durchaus zuversichtlich, was die derzeitige wirtschaftspolitische Entwicklung des Landes betrifft. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll begründete diesen Optimismus vor allem damit, dass sich Niederösterreich auf politischer Ebene zeitgerecht auf die neue europäische Perspektive vorbereitet habe und dabei „auch die Unternehmen mitgenommen hat“.

Das heutige „Konjunkturgespräch“ mit Spitzenrepräsentanten der heimischen Wirtschaft im NÖ Landhaus in St. Pölten bot Landeshauptmann Pröll im Beisein von Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann und Landesrätin Dr. Petra Bohuslav wieder die Möglichkeit, gemeinsam „mit Praktikern“ die wirtschaftspolitische Lage Niederösterreichs zu erörtern. Sorgen bereitet dem Landeshauptmann trotz des überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums und des hohen Beschäftigtenstandes vor allem die Arbeitslosenquote, die Pröll u. a. auch mit der spezifischen demografischen Entwicklung und der überdurchschnittlich steigenden Frauenbeschäftigung begründete. Deshalb wird nun unter der Federführung von Gabmann und Bohuslav eine Arbeitsgruppe gegründet. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, zusätzliche Maßnahmen zu Aus- und Weiterbildung zu erarbeiten sowie Unternehmen zu unterstützen, die Fachkräfte für ihr Unternehmen suchen, jedoch am Arbeitsmarkt keine finden. Pröll rechnet damit, dass sich auf Grund der Schulabgänger die Arbeitsmarktsituation im September und Oktober weiter verschärfen wird. „Umso wichtiger ist es, hier auch konkrete Maßnahmen zu setzen.“

Trotz der „schwierigen konjunkturellen Umgebung“ habe Niederösterreich ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent und liege damit weit über dem Bundesdurchschnitt, so Pröll. Dazu verzeichne Niederösterreich mit 538.500 unselbstständig Erwerbstätigen den bisher höchsten Beschäftigtenstand. „Auch deshalb“, so der Landeshauptmann, „weil sich Niederösterreich frühzeitig auf jene Nachbarländer konzentriert hat, die ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum (4 bis 4,5 Prozent) zu verzeichnen haben.“ Laut Pröll gehen bereits 23 bis 24 Prozent der Exporte in die angrenzenden Nachbarländer, in die Balkanländer sind es sogar 36 bis 40 Prozent.

Der Landeshauptmann kündigte abermals an, den Mobilfunkbetreibern bei der Gebührenentwicklung genau „auf die Finger zu schauen und die Preisentwicklung in Niederösterreich genau zu beobachten“. Aus diesem Grund sei auch eine Prüfkommission eingerichtet worden. „Jede Änderung der Gebühr wird umgehend öffentlich gemacht und den Konsumenten mitgeteilt“, so Pröll. Die Mobilfunkbetreiber sollten mit dieser Abgabe veranlasst werden, gemeinsame Richtstationen zu verwenden. Zudem sei das Gesetz zeitlich befristet (4 Jahre) und werde – wenn der erwünschte Effekt (Beseitigung der Masten) erreicht ist – auch sistiert, stellte der Landeshauptmann klar.


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