17.06.2005 | 14:04

Land NÖ setzt auf Chancengleichheit zwischen Mann und Frau

Mikl-Leitner: Ein Vorzeigeprojekt auch auf EU-Ebene

Während der vergangenen zwei Jahre wurde in Niederösterreich das Projekt „GesiR – Gendersensible Regionalentwicklung“ im Sinne der Chancengleichheit zwischen Mann und Frau durchgeführt. Dieses auf die Verankerung von „Gender Mainstreaming“ in der niederösterreichischen Regionalentwicklung abzielende Pilotprojekt wird im September dieses Jahres abgeschlossen sein. Im St. Pöltener Landhaus fand die Abschlussveranstaltung mit dem Titel „Standort-Faktor Gender“ statt. Dabei wurden Ergebnisse und Erfahrungen des Projekts vorgestellt bzw. wurde über künftige Entwicklungen und Erwartungen referiert und diskutiert.

„‚Gender Mainstreaming’, dem sich das Land Niederösterreich 2004 durch einen Landtagsbeschluss verschrieben hat, muss auch von den Gemeinden und Regionen getragen werden, da nur so Chancengleichheit ausgeweitet werden kann. Im Rahmen von „GesiR“ wurden dazu konkrete Maßnahmen entwickelt und angewandt. „Ich bin stolz, dass dieses Projekt in Niederösterreich durchgeführt worden ist. Es handelt sich um ein Vorzeigeprojekt auch auf EU-Ebene“, meinte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Im Rahmen des im Jahr 2002 gestarteten Projekts GesiR – Gendersensible Regionalentwicklung wurde während der vergangenen Jahre versucht, einen „gendersensiblen Blick“ zu üben und vorgefertigte Zuordnungen geschlechtsspezifischer Rollen zu entlarven. So sollte es gelingen, Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu reduzieren, unterschiedliche Potenziale von Männern und Frauen besser zu nutzen und schließlich die Regionalentwicklung kreativer und innovativer werden zu lassen. Es sollte ein Beitrag zur Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern geleistet und Regionalentwicklung in allen Bereichen gendersensibler gestaltet werden.

Das Projekt besteht aus fünf Kernprojekten bzw. Modulen, die unterschiedliche Politikebenen ansprechen und damit sowohl auf die Entwicklung als auch auf die Entscheidung, Gestaltung und der konkreten Umsetzung Einfluss haben. Insgesamt waren an dem Pilotprojekt 13 Entwicklungspartner wie das Land Niederösterreich, die Wirtschaftsagentur ecoplus, die Regionalen Innovationszentren (RIZ) oder auch das Arbeitsmarktservice beteiligt. Bei „GesiR“ handelte es sich um ein von der europäischen Gemeinschaftsinitiative EQUAL durchgeführtes Projekt, das aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft gefördert wurde und Teil eines europäischen Netzwerks mit Partnerorganisationen in Portugal und Spanien ist. Während seiner Laufzeit wurden für das Projekt in Niederösterreich insgesamt 1,4 Millionen Euro aufgewendet.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Maria Rigler, Telefon 02742/9005-13309, e-mail maria.rigler@noel.gv.at. bzw. Simone Kosnik, Telefon 0316/36 22 90-11, e-mail simone.kosnik@bab.at, www.gesir.at.


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