17.06.2005 | 10:07

Neue Fachstelle als Drehscheibe für Suchtvorbeugung

Schabl: Beratung und Therapie weiter Schwerpunkte

„Wir werden die Kräfte bündeln, um noch besser und effizienter zu werden. Die jüngsten Vorfälle mit mehreren Drogentoten in Niederösterreich sind noch vielen in Erinnerung. Das Land Niederösterreich hat bereits vor mehreren Jahren den Kampf gegen den Missbrauch von Drogen mit aller Kraft aufgenommen. Wie die Beispiele der vergangenen Wochen zeigen, sind es oft sehr junge Menschen, die die Gefahren für Gesundheit und Leben unterschätzen“, kündigt Gesundheits-Landesrat Emil Schabl neue Strukturen in der NÖ Drogenprävention an. Im Rahmen einer neuen Fachstelle, die künftig als Drehscheibe dienen soll, werden die NÖ Ärztekammer, die NÖ Gebietskrankenkasse, der NÖGUS und das Land Niederösterreich mit den verschiedensten Abteilungen, wie Jugendwohlfahrt, Sozialhilfe, Kinder- und Jugendanwältin, Familienreferat, Landesschulrat u. a. eingebunden. Auch externe Organisationen, wie beispielsweise die Caritas, der Grüne Kreis, Jugend- und Familienorganisationen, können beigezogen werden.

Noch mehr Augenmerk soll auf die Prävention gelegt werden. Schabl: „Laut Expertenschätzungen werden zwei Drittel der finanziellen Mittel im Bereich Drogenmissbrauch für die Strafverfolgung, aber nur ein Drittel für die Prävention ausgegeben. Hier muss dringend gegengesteuert werden, mehr finanzielle Mittel für die Prävention und die schulische und außerschulische Jugendarbeit sind der einzige wirklich sinnvolle Weg im Kampf gegen Drogen.“

Neben zahlreichen weiteren Projekten, wie z. B. Lehrerschulungsprogrammen, Weiterbildung von Jugendbetreuern und Streetworkern, wurde 2003 auch die Schulsozialarbeit eingeführt und nun ausgedehnt. So betreut der Verein "YOUNG" mit Sitz in St. Pölten Hauptschulen und Polytechnische Schulen in Herzogenburg, Traisen und Krems sowie auch die HAK und HASCH in St. Pölten mit rund 4.100 Schülerinnen und Schülern. „Das Projekt ‚Schulsozialarbeit’ ist Teil der Umsetzung des NÖ Suchtplans, der im Jahr 2000 erstellt wurde“, so Schabl.


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