15.06.2005 | 09:10

Ausbau des „Archäologischen Parks Carnuntum“

Bohuslav, Sobotka: Historischer Schritt, der Wertschöpfung bringt

Die NÖ Landesregierung hat gestern u. a. auch den Ausbau des „Archäologischen Parks Carnuntum“ im Bezirk Bruck an der Leitha beschlossen. In den Jahren 2006 bis 2011 sollen hier insgesamt 26 Millionen Euro in diverse Ausbaumaßnahmen investiert werden. Gestern Nachmittag informierten die Landesräte Dr. Petra Bohuslav und Mag. Wolfgang Sobotka vor Ort gemeinsam mit der Leitung des Parks die im Detail geplanten Vorhaben.

Für Bohuslav ist der Ausbau „ein großer historischer Schritt“ für diese größte freiliegende archäologische Landschaft Mitteleuropas, die dem Land Niederösterreich „sehr am Herzen liegt und vor allem seit der EU-Erweiterung über große internationale Strahlkraft verfügt“.

Sobotka ist überzeugt, dass diese Erweiterung „Wertschöpfung und Arbeitsplätze in die Region bringen und die Standardqualität erhöhen wird“.

Konkret sind von dem Ausbau die Gebiete dreier Gemeinden im Bezirk Bruck an der Leitha betroffen: Petronell-Carnuntum, Bad Deutsch-Altenburg und Hainburg. In Petronell-Carnuntum, wo sich die antike Zivilstadt befindet, sind bis 2011 beispielsweise die Errichtung eines europaweit einmaligen Kultur-Erholungsparks, die Vernetzung der freiliegenden archäologischen Stätten, der Ausbau von Gastronomie und Parkplätzen und auch die Errichtung eines neuen zentralen Besucherzentrums geplant. An den genannten Standorten sollen zahlreiche Teil- und Vollrekonstruktionen im Grabungsbereich entstehen. „Wir wollen damit das römische Leben der Antike mit allen Sinnen begreifbar machen. Mit der Rekonstruktion römischer Badeanlagen soll gezeigt werden, wie damals gewohnt und gelebt wurde“, so Bohuslav.

Das Land Niederösterreich engagiert sich bereits seit Jahrzehnten für die Erforschung, Erschließung und zeitgemäße Präsentation der römischen Fundstätten in Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg. Seit 1988 wurde in Etappen der „Archäologische Park Carnuntum“ errichtet. Jährlich kommen rund 80.000 Besucher.


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