08.06.2005 | 10:52

Hilfe für Mütter in Notsituationen

Sobotka: Niederösterreich bietet zwei Babynester an

Seit rund fünf Jahren steht im Krankenhaus Wiener Neustadt, seit 2003 auch in St. Pölten ein so genanntes Babynest zur Verfügung. Mütter in Krisensituationen können ihr Kind dort unerkannt und unbeobachtet an einem sicheren Ort abgeben. „Durch das Angebot von zwei Babynestern in einem Bundesland nimmt Niederösterreich eine Vorreiterrolle in der Unterstützung verzweifelter Mütter ein“, meint Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

Ein solches Babynest besteht aus einem weichen, warmen Bett, in das verzweifelte Mütter ihr Kind legen können. Der äußere Bereich des Nests ist nicht überwacht und sichtgeschützt, so dass die Anonymität der Mutter gewahrt bleibt. Das Babynest St. Pölten befindet sich beispielsweise an der Außenmauer des Landesklinikums St. Pölten, Kremser Landstraße, links vom Eingang zur Kinder- und Jugendabteilung. Wenige Minuten nachdem die Mutter ihr Kind in das Nest gelegt hat, tritt ein Alarmsignal in Kraft, welches die Ärzte und Schwestern der neonatologischen Intensivstation informiert. Im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt wird das Baby einer Pflegefamilie übergeben und das Adoptionsverfahren eingeleitet.

Die Mutter hat allerdings bis zu acht Wochen Zeit, ihr Kind wieder zurückzuholen. Zudem kann sie jederzeit mit Hilfe des Codes, der auf dem in einer Klarsichthülle aufbewahrten Informationszettel abgedruckt ist, anonym Auskunft über den Zustand ihres Babys erhalten. Dieser Zettel sollte bei der Abgabe des Kindes im Babynest entnommen werden. In den Krankenhäusern wird parallel zu den Babynestern allerdings auch vor der Geburt eine entsprechende Beratungsmöglichkeit angeboten.

Nähere Informationen: Büro Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at, bzw. Landesklinikum St. Pölten, Anton Feilinger, Telefon 02742/300-2201, e-mail a.feilinger@kh-st-poelten.at.


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