01.06.2005 | 13:11

Niederösterreich setzt auf Förderung der Frauen

Beschäftigung steigt

Das Institut für Beschäftigungsstrategien an der NÖ Landesakademie informierte heute in St. Pölten über aktuelle Trends in der niederösterreichischen Beschäftigungsentwicklung. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Differenzierung nach den Geschlechtern gelegt.

„Niederösterreich verzeichnete 2004 eine Zunahme der Bruttowertschöpfung um 2,6 Prozent und lag damit weit über dem österreichischen Durchschnitt von 1,9 Prozent. Das Land ist die ‚Lokomotive der Ostregion’, ohne Niederösterreich wäre diese Region viel schwächer“, betonte Dr. Gerhard Lehner, Leiter des Instituts für Beschäftigungsstrategien an der NÖ Landesakademie. Auch hinsichtlich der Beschäftigungszahlen liege Niederösterreich vorne: Im größten Bundesland sei die Beschäftigung zuletzt um 0,9 Prozent gestiegen; in Wien habe es vergleichsweise nur einen Zuwachs um 0,4 Prozent, im Burgendland um 0,7 Prozent gegeben.

Dabei habe sich die Frauenbeschäftigung günstiger entwickelt als die der Männer: Im März 2005 waren in Niederösterreich um 1,3 Prozent mehr Frauen beschäftigt als im Vorjahr; bei den Männern lag diese Zunahme bei nur 0,6 Prozent. Allerdings müsse auch weiterhin an der Verbesserung der Situation der Frauenbeschäftigung gearbeitet werden.

„Das Land versucht, Impulse zu setzen, damit Niederösterreich auch hier an die Spitze kommt. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Es sind aber zweifellos weitere Maßnahmen notwendig, um dem steigenden Arbeitskräfteangebot bei Frauen adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten gegenüberstellen zu können. Besonderes Augenmerk gilt den Bereichen Gesundheit, Pflege, Soziales, Bildung und Unterricht, Tourismus und Kultur“, betonte Lehner dazu.

Niederösterreich startete in der Vergangenheit bereits einige Initiativen und Projekte. Eine Reihe frauenspezifischer Maßnahmen in einschlägigen Dienstleistungsbereichen gibt es etwa im Rahmen des Territorialen Beschäftigungspaktes. Jährlich werden rund 115 Millionen Euro für Qualifizierung, Beratung, Betreuung und Beschäftigung von etwa 55.000 NiederösterreicherInnen ausgegeben, wobei Frauen zu den besonders geförderten Zielgruppen zählen.

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, Telefon 02742/294-17403, e-mail andrea.parzer@noe.lak.at.


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