01.06.2005 | 10:08

Ehrenpreise für Musikkapellen, Ehrenzeichen für Marianne Leeb

Pröll: Arbeit der Kapellen ist nicht selbstverständlich

Insgesamt 93 Blasmusikkapellen aus allen Regionen Niederösterreichs erhielten gestern im Kremser Stadtsaal aus den Händen von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll einen Ehrenpreis.

Die Arbeit der Musikkapellen sei nicht selbstverständlich, meinte Pröll. Die Kapellen würden ihren Teil dazu beitragen, dem Land ein eigenes kulturelles Profil zu geben; allein die Buntheit ihrer Uniformen zeige bereits die Vielfalt der niederösterreichischen Kultur. Es gebe zudem kaum eine zweite Gruppierung, die die Identifikation mit der Heimat so widerspiegle wie die Volkskultur und damit auch die Blasmusik. Dazu werde in den Musikkapellen exzellente Jugendarbeit geleistet, sagte Pröll.

Die ehemalige Geschäftsführerin des NÖ Blasmusikverbandes, Marianne Leeb, der der Landeshauptmann gestern das „Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ überreichte, sei „35 Jahre im Dienst der Blasmusik, der Öffentlichkeit und der niederösterreichischen Kultur gestanden“. Sie habe für die Kulturarbeit in Niederösterreich Überdurchschnittliches geleistet, so Pröll.

Marianne Leeb wurde 1947 in Mauthausen geboren und heiratete 1966 Gerhard Leeb, den späteren Bezirkskapellmeister von Amstetten und Sohn des Blasmusik-Pioniers bzw. ersten Landesobmanns nach dem Zweiten Weltkrieg, Josef Leeb. Ab 1971 war Marianne Leeb nebenberuflich im NÖ Blasmusikverband tätig. Nach einer Zeit als Halbtags- und später als Verbandssekretärin übernahm sie 2002 schließlich die Funktion der Geschäftsführerin des Verbandes. Parallel dazu war sie von 1983 bis 1998 im Vorstand der Stadtkapelle Haag.

Die Ehrenpreise des Landes werden bereits seit den fünfziger Jahren regelmäßig an niederösterreichische Blasmusikkapellen vergeben. In Summe gibt es in Niederösterreich aktuell 462 Musikvereine; der NÖ Blasmusikverband zählt derzeit rund 20.000 Mitglieder.


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