24.05.2005 | 14:02

16,4 Prozent der ÖsterreicherInnen über 65 Jahre armutsgefährdet

Kranzl: Pensionserhöhungen decken nicht Inflationsraten ab

„Seit vielen Jahren decken die Pensionserhöhungen nicht einmal mehr die Inflationsraten ab. Die Armut nimmt ganz einfach auch in Niederösterreich zu“, erklärte Landesrätin Christa Kranzl heute in St. Pölten. Der letzte Sozialbericht zeige, dass 1.044.000 ÖsterreicherInnen oder 13,2 Prozent armutsgefährdet seien, 460.000 sogar akut armutsgefährdet, „das heißt, dass diese Menschen überhaupt nicht mehr ohne staatliche Unterstützung existieren können“. Das bedeute seit dem Sozialbericht 2000 eine Zunahme von 58,7 Prozent. Von dieser Entwicklung besonders stark betroffen seien die SeniorInnen über 65 Jahre; hier seien über 16,4 Prozent oder 198.000 Menschen armutsgefährdet.

Die Einmal-Zahlung von 300 Euro für die so genannten „Trümmerfrauen“ sei zu wenig, meinte Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes. Bei dieser Einmal-Zahlung seien nur Frauen anspruchsberechtigt, die vor dem 1. Jänner 1931 geboren seien, bis 1950 mindestens ein Kind bekommen hätten und keine eigene Pension beziehen. Der Pensionistenverband sei aber der Meinung, dass alle Frauen, die Österreich aus den Trümmern aufgebaut haben, im Jubiläumsjahr eine Anerkennung mit einer Anhebung der Pension um 15 Euro monatlich verdienen. Auch würden BezieherInnen einer Mindestpension bzw. einer Ausgleichszulage nach wie vor in Armut leben, darunter auch die Angehörigen der Wiederaufbaugeneration, erklärte Blecha.


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