19.05.2005 | 12:51

Eröffnung des Kaiserlichen Festschlosses Hof

Pröll: Investitionen in Geschichte erschließen ein Stück Zukunft

Im Beisein von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, Bundesminister Dr. Martin Bartenstein, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann und Heidemaria Onodi sowie zahlreichen weiteren Festgästen wurde heute Schloss Hof als Kaiserliches Festschloss wieder eröffnet.

Pröll sprach dabei von einer für Niederösterreich ob der Größenordnung und Lage des Projekts ganz besonderen Stunde. Vor 20 Jahren sei hier noch der Eiserne Vorhang zum Greifen nahe gewesen, heute stehe Schloss Hof „für eine lebendige europäische Erweiterung“. Hier treffe sich das alte mit dem neuen Europa, so dass das ehemalige „Herz der Monarchie“ zu einem „Herzen des künftigen Europa“ geworden sei. Neben den historischen Dimensionen sprach der Landeshauptmann auch die wirtschaftlichen Aspekte an: Hier im Natur- und Kulturdreieck zwischen dem Archäologischen Park Carnuntum, dem Nationalpark und den Marchfeldschlössern erschlössen Investitionen in die Geschichte ein Stück Zukunft. Niederösterreich werde in traditionell guter Partnerschaft mit dem Bund auch die weiteren Ausbauetappen von Schloss Hof gerne unterstützen.

Schüssel betonte, dass bis dato 30 Millionen Euro in dieses tolle Vorzeigeprojekt für Mittel- und Osteuropa investiert worden seien. Ein Kulturland wie Österreich habe aber die Verpflichtung, „zur Bewahrung des gewachsenen Kulturbestandes“, das Marchfeldschlössergesetz stehe für dieses rot-weiß-rote Bewusstsein. Zudem werde die Ostregion zur blühendsten Region, die Europa in den nächsten Jahren und Jahrzehnten anzubieten habe. Die Auswirkungen der EU-Erweiterung würden heute im Allgemeinen von 43 Prozent der Bevölkerung als Vorteil gesehen, zu 75 Prozent als Vorteil für die nachbarschaftlichen Beziehungen und zu 66 Prozent als Vorteil für Frieden und Sicherheit in Europa, so der Bundeskanzler.

Bartenstein erinnerte daran, dass Prinz Eugen das Schloss einst als Verbindung zu den Kronländern gebaut habe, heute lägen Wien und Bratislava enger beisammen als alle anderen Hauptstädte. Dass heute bereits 13 Prozent des Tourismus auf der Basis des Kulturtourismus stattfinde und bei weiteren 38 Prozent Kultur zumindest mitentscheidend sei, sei eine gewaltige Chance für Schloss Hof. Für den weiteren Ausbau würden nochmals rund 30 Millionen Euro notwendig sein, die Planungen für die Jahre 2006 bis 2010 liefen bereits. Für 2006 seien mit einem Budget von 9 Millionen Euro die Weichen gestellt, so der Minister.

Betrieben wird das Kaiserliche Festschloss Hof von der Marchfeldschlösser Revitalisierungs- und BetriebsgesmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Tiergarten Schönbrunn BetriebsgesmbH. Die zweitgrößte Schlossanlage Österreichs umfasst ein Publikumsareal von 40 und eine Gesamtfläche von 170 Hektar. In dem von Prinz Eugen vor 280 Jahren geschaffenen Gesamtkunstwerk sind heute – international einmalig – neben dem revitalisierten Schloss auch der schönste Barockgarten der Habsburger und eine restaurierte Meierhofanlage mit selten gewordenen Haustierrassen zu sehen.

Nähere Informationen unter 02285/200 00, e-mail office@schlosshof.at, www.festschlosshof.at


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