17.05.2005 | 12:15

Landeskriminalamt übersiedelt Ende 2007 nach NÖ

LH Pröll: Notwendige und richtige Entscheidung

Nach Landesgendarmeriekommando und NÖ Sicherheitsdirektion übersiedelt nun auch die Landeskriminalabteilung von Wien nach St. Pölten. „Rund 170 Beamte werden direkt in die Zentrale nach St. Pölten übersiedeln, weitere 60 Beamte der Einsatzgruppe Ost werden in der ehemaligen Gendarmerieschule in Mödling untergebracht“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute gegenüber Journalisten.

Für den Landeshauptmann ist diese Entscheidung, „um die lange gerungen wurde“, auf jeden Fall „eine notwendige und richtige“. „Damit werden zum einen zusätzliche Arbeitsplätze in Niederösterreich geschaffen und die bereits bisher erfolgreiche Zusammenarbeit der Sicherheitseinrichtungen in Niederösterreich weiter ausgebaut sowie auch arbeitsmarktpolitische Impulse gesetzt“, so Pröll. So werden in den Umbau der ehemaligen Gendarmerieschule in Mödling 1,3 Millionen Euro investiert. Gleichzeitig wird mit Kosten von rund 15 Millionen Euro ein Neubau in St. Pölten, der sich in unmittelbarer Nähe der Technikabteilung der Gendarmerie im Kombiprojekt in der Linzer Straße befinden wird, errichtet. Der Neubau in St. Pölten wird vom Land finanziert und an die Landeskriminalabteilung vermietet. Mit der Fertigstellung ist Ende 2007 zu rechnen, zu diesem Zeitpunkt ist auch die Übersiedlung der Landeskriminalabteilung von Wien nach Niederösterreich geplant.

Außerdem erhält Niederösterreich heuer auf drei Etappen 80 zusätzliche Sicherheitsbeamte. Seit 1. Mai versehen bereits 28 weitere Beamte Dienst in Niederösterreich, mit 1. Oktober und 1. Dezember dieses Jahres kommen jeweils 26 weitere dazu. „Niederösterreich verfügt damit über rund 5.000 Beamte im Sicherheitsapparat“, so Pröll. Schließlich erfolge in den Bezirksstellen eine Umstellung auf ein neues EDV-System, was für den Landeshauptmann „eine zusätzliche Verwaltungsentlastung für die Beamten bedeutet und auch die Schlagkraft des Sicherheitsapparates weiter erhöht“.

Gemeinsam mit der Übersiedlung der Zentrale der NÖ Versicherung von Wien nach St. Pölten werden damit rund 500 zusätzliche Arbeitsplätze in der Landeshauptstadt geschafften, „und das ohne Zutun der Stadt“, so Pröll.

Die Übersiedlung der Landeskriminalabteilung wird auch vom derzeitigen Landesgendarmeriekommandanten und künftigen Landespolizeikommandanten (ab 1. Juli 2005) Mag. Arthur Reis begrüßt. Er sieht darin „einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung der Sicherheit in Niederösterreich“.

Für Mag. Gehard Karner, Sicherheitssprecher der VP Niederösterreich, zeigen die Maßnahmen der Exekutive und die gute Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen mit dem Land bereits Wirkung. Die illegalen Grenzübertritte seien „auf Grund des guten Sicherheitsnetzes“ rückläufig; auch Maßnahmen gegen Bandenkriminalität, Einbruchsdiebstähle und Suchtgiftdelikte würden Wirkung zeigen.


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