11.05.2005 | 12:35

Niederösterreich sucht beste Holzbauten 2005

Sobotka: „Öko-Fabrik Wald“ muss genutzt werden

Über den Start des „NÖ Holzbaupreises 2005“ informierte heute im Obergrafendorfer „Tagesheim für behinderte Menschen“ (Bezirk St. Pölten) Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. „Der Holzbau konnte sich in Niederösterreich während der vergangenen Jahre etablieren. Der Holzbaupreis soll als Anreiz verstanden werden, sich auch in Zukunft mit dem Baustoff Holz auseinander zu setzen. Die niederösterreichische Öko-Fabrik Wald muss genutzt werden“, so Sobotka.

Holz sei nicht nur ökologisch und zudem die „ideale Ergänzung zum Passiv- und Niedrigenergiehaus“, sondern sorge auch für regionale Wertschöpfung und sichere bzw. schaffe neue Arbeitsplätze. „Hausbesitzer, aber auch Gemeinden und öffentliche Institutionen sollen in diese Richtung motiviert werden“, so Sobotka.

Der „NÖ Holzbaupreis“ wird heuer zum sechsten Mal ausgeschrieben. Zur Teilnahme eingereicht werden können vorwiegend aus Holz errichtete und in Niederösterreich befindliche Gebäude, die einer der vier Kategorien - „Wohnbau-Neubau“, „Wohnbau Um- und Zubau“, „öffentlicher Bau“ und „Nutzbau (Gewerbe und Landwirtschaft)“ - zugeordnet werden können. Einreichberechtigt sind sowohl private als auch öffentliche Bauträger sowie Bauherren, Architekten, Planer, Zimmerer und Holzbaufirmen. Zusätzlich muss das jeweilige Gebäude eine Fertigstellungsanzeige laut Bauordnung vorweisen und darf in den Vorjahren noch nicht zur Teilnahme eingereicht worden sein. Die Bewertungskriterien sind „Architektur“, „fachgerechter und innovativer Holzeinsatz“ sowie „nachhaltiges Energiekonzept“. Die Einreichfrist läuft bis zum 29. Juli.

Insgesamt wird beim diesjährigen „NÖ Holzbaupreis“ ein Geldpreis in der Höhe von 12.000 Euro vergeben. Dazu gibt es Anerkennungs- und Sonderpreise für besondere Leistungen. Die Preisverleihung findet im Oktober statt.

Niederösterreich zählt zu einem der waldreichsten Länder der Europäischen Union. Österreichweit gesehen ist Niederösterreich das waldreichste Bundesland nach der Steiermark. Über 17.000 Niederösterreicher sind aktuell in der Holzbranche tätig. Der Anteil des Baustoffes Holz am Baumarkt beläuft sich derzeit auf über zwölf Prozent; vor fünf Jahren betrug er fünf Prozent. Für Wohnhäuser aus Holz können durchschnittlich 11.000 Euro mehr aus der neuen NÖ Öko-Wohnbauförderung erzielt werden.

Das „Tagesheim für behinderte Menschen“ in Obergrafendorf zählt zu jenen Gebäuden, die im Rahmen des „NÖ Holzbaupreis 2004“ eine Auszeichnung erhielten. Die Kosten für dieses Gebäude beliefen sich auf 1,5 Millionen Euro.

Nähere Informationen und Einreichung: Holz Cluster Niederösterreich ecoplus GmbH, 3109 St. Pölten, Landhausboulevard 29-30, Telefon 02742/227 76, e-mail holzbaupreis@ecoplus.at, www.holzbaupreis-noe.at.


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