06.05.2005 | 09:13

Eröffnungstag der NÖ Landesausstellung 2005

Pröll: Heldenberg soll beliebte Ausflugsdestination werden

Am Heldenberg bei Kleinwetzdorf (Bezirk Hollabrunn) öffnete gestern, 5. Mai, die diesjährige NÖ Landesausstellung erstmals ihre Pforten für Besucher. Neben den Inhalten der Ausstellung mit dem Titel "Zeitreise Heldenberg" wurde an diesem auch als "Schmidatal-Tag" bezeichneten Eröffnungstag auch ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Auch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll war gekommen und besichtigte unter anderem das eigens eingerichtete Sonderpostamt, den Schmidataler Bauernmarkt und das Festzelt, in dem der feierliche Festakt stattfand.

"Der Heldenberg ist auch bereits ohne die Kreisgräben, die natürlich eine Weltsensation darstellen, schon immer eine historische Sensation gewesen. Von der diesjährigen Landesausstellung soll für das gesamte Schmidatal ein Impuls ausgehen, die gesamte Region soll von der hier während der letzten Monate errichteten Infrastruktur profitieren", meinte Pröll. Eine Vision für die Zukunft sei, dass der Heldenberg in den kommenden Jahren eine beliebte Ausflugsdestination auch auf internationaler Ebene werde. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben, die Chancen müssten jetzt auch genützt werden, so Pröll.

Die Ausstellung "Zeitreise Heldenberg" ist die mittlerweile 33. Landesausstellung in Niederösterreich. Begründer der niederösterreichischen Landesausstellungen, die seit den sechziger Jahren von etwa acht Millionen Menschen besucht wurden, ist der ehemalige Landeshauptmann Andreas Maurer. Die heurige Ausstellung besteht aus den beiden Schwerpunkten "Lauter Helden" und "Geheimnisvolle Kreisgräben". Während im ersten Teil der Grundgedanke des Heldentums aufgegriffen und dessen Wandel im Laufe der Zeit mit Hilfe von über 800 Objekten bzw. Leihgaben dokumentiert wird, widmet sich der zweite Teil der Ausstellung den jungsteinzeitlichen Kreisgräben, die vor wenigen Jahrzehnten auf niederösterreichischem Boden entdeckt wurden und die ältesten Monumentalbauten Europas darstellen. Zudem beinhaltet die Landesausstellung 2005 noch eine Reihe von Sonderevents. Beispiele dafür sind ein Auftritt der weltberühmten "Shaolin-Mönche", ein Filmfestival, ein Festkonzert der Wiener Sängerknaben oder eine Sommeroper. Weiters gastieren Mitte Juli die berühmten Lipizzaner im Zuge ihrer Übersiedlung in ihr neues Sommerquartier am Heldenberg in der dortigen Reitarena. Das kommende Wochenende steht überdies ganz im Zeichen des Muttertags.

Die Kosten für die diesjährige Landesausstellung belaufen sich auf insgesamt 27 Millionen Euro. In bauliche Maßnahmen wurden 7,6 Millionen Euro, in die Ausstellungsinhalte 3,6 Millionen Euro investiert. Für das Sommerquartier der Lipizzaner wurden 4,5 Millionen Euro, für sonstige Begleitprojekte 11 Millionen Euro aufgewendet.

Der Heldenberg bei Kleinwetzdorf wurde 1848 als Ehrendenkmal für die Verdienste der Kaiserlich-Österreichischen Armee erbaut. Unter anderem fand hier auch Feldmarschall Radetzky seine letzte Ruhestätte. Die NÖ Landesausstellung 2005 ist bis 1. November geöffnet.

Nähere Informationen: www.zeitreiseheldenberg.at.


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