22.04.2005 | 12:04

Zustände bei NÖ Notrufsystem nicht mehr akzeptabel

Sobotka: Endlich Maßnahmen zur Verbesserung setzen

Erst vor wenigen Tagen forderte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka mit einem Acht-Punkte-Maßnahmenkatalog Schritte zur Verbesserung des Alarmierungssystems LEBIG. Der neuerliche Zwischenfall beim Roten Kreuz in Heidenreichstein, wo eine Frau fast zwei Stunden vergeblich auf den Rettungswagen wartete, ruft Sobotka wieder auf den Plan: „So etwas darf nicht passieren. Hier stehen Menschenleben auf dem Spiel“. Es müsse endlich gehandelt werden, um die Probleme im Roten Kreuz ein für alle Mal zu beseitigen.

Bereits seit mehreren Monaten sind die Probleme im Roten Kreuz, vor allem im Zusammenhang mit LEBIG, bekannt. Sobotka: „Seither sind zu wenige Maßnahmen zur Verbesserung gesetzt worden. Mit einer Erhöhung der Zuweisungen des Landes um 350 Prozent auf 7,2 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren und darin enthaltenen 2,4 Millionen Euro allein für den Betrieb von LEBIG, ist genug Geld im System. Die Fehler liegen ganz wo anders.“

Das Acht-Punkte-Programm im Detail:

1) Durch eine Überarbeitung des Telefon-Abfragesystems beim Notruf 144 sollen Fehleinsätze verhindert und das System praxisorientierter werden.

2) Die Abläufe und Strukturen in der Alarmierung müssen effizienter werden.

3) Die Telefonisten der LEBIG müssen eine Rettungssanitäterausbildung haben.

4) Eine Verbesserung der internen Kommunikation muss vor allem durch Einbindung und Motivation der Freiwilligen passieren. Auch die Kommunikation zwischen Bezirksstellen und Landesverband muss intensiviert werden.

5) Eine umfassende Information der Bevölkerung über den Notruf 144 muss durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden.

6) Die technologischen Anforderungen sind festzulegen.

7) Die LEBIG muss finanziell entlasten, die Bezirksstellen dürfen durch das neue System nicht ausbluten.

8) Überprüfung und ständige Weiterführung der Qualitätssicherung auf Basis eines professionell eingeführten Qualitätsmanagements.


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