15.04.2005 | 12:17

LEBIG-Enquete im NÖ Landhaus

Sobotka, Schabl: NÖ braucht effizientes Alarmierungssystem

Im NÖ Landhaus in St. Pölten fand heute eine Enquete über die Funktionstüchtigkeit des Alarmierungssystems LEBIG der Rettungsorganisationen statt. Eine Serie von Pannen im Bereich des LEBIG-Systems führte in der Vergangenheit dazu, dass Fehlalarme ausgelöst, Notarztwägen an falsche Adressen dirigiert und Hubschrauber unnötig alarmiert wurden. Das ist auch der Grund für zahlreiche Beschwerden, die bei der Hotline in der NÖ Patientenanwaltschaft unter 0800/66 00 99 eingegangen sind.

„Bis heute wird zur Problembehebung zu wenig getan. Das Land unterstützt seit Jahren den Aufbau einer optimalen Gerätschaft und effizienten Verwaltung bei den Rettungsorganisationen. Trotz hoher Förderungen wird kein optimales Ergebnis beim Alarmierungssystem erzielt“, betonte Sobotka. Das überwiesene Gesamtbudget habe sich seit dem Jahr 2000 von damals 2,2 Millionen auf 7,2 Millionen Euro erhöht.

In diesem Zusammenhang forderte Sobotka eine Evaluierung des LEBIG-Abfragesystems, eine Verbesserung der Effizienz der Abläufe, eine finanzielle Entlastung der Bezirksstellen, zusätzliche Ausbildungseinheiten für die LEBIG-Mitarbeiter und eine effizientere interne und externe Kommunikation. Insbesondere aber solle die Arbeit der Telefonisten in der Zentrale des landesweiten LEBIG-Notrufsystems „mit flexibleren Fragebögen professioneller gestaltet werden“.

„Niederösterreich muss das beste Notfallsystem in Österreich und Europa haben. Nicht zuletzt, um auch die unschätzbare Arbeit der vielen freiwilligen Mitarbeiter sinnvoll einzusetzen und nicht durch Systemschwächen zu untergraben“, betonte Landesrat Emil Schabl. Es gehe darum, die Fehlerquote auf ein Minimum zu senken. Die Niederösterreicher hätten ein Recht darauf, dass im Unglücksfall rasch Hilfe zur Stelle sei.

Die Leitstellen-Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft m.b.H. (LEBIG) betreibt in Niederösterreich die Rettungsleitstelle für das Rote Kreuz, den Arbeiter-Samariter-Bund, den Christophorus-Flugrettungsverein des ÖAMTC und die Bergrettung. Über acht Standorte koordiniert die LEBIG rund 620 Rettungsfahrzeuge, 3 Hubschrauber und rund 1.200 Ärzte.


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