13.04.2005 | 11:57

Neue Internetplattform für Klein- und Mittelbetriebe

Mikl-Leitner: Noch mehr Förderungen aus Brüssel lukrieren

Im Rahmen des bis 2008 verlängerten NÖ Fitnessprogramms würden pro Jahr 14,5 Millionen Euro vom Land Niederösterreich investiert. 4.500 Projekte seien umgesetzt worden, 8.000 neue Arbeitsplätze geschaffen bzw. 45.000 bestehende abgesichert worden, sagte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute in St. Pölten bei der Präsentation der neuen Internetplattform www.eu-foerderungen.at für Klein- und Mittelbetriebe.

Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern seien mit einem Gesamtanteil von 99,5 Prozent zwar die tragende Säule der niederösterreichischen Wirtschaft, verfügten aber über zu wenige personelle und/oder zeitliche Ressourcen zur Lukrierung von EU-Förderungen, so Mikl-Leitner weiter. Deshalb habe das Land neben den Präsentationsmessen gemeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ vor einem Jahr auch den Unternehmerlotsen (0800/220820) ins Leben gerufen und eine Internetplattform als Hilfe für den „Förderdschungel Brüssel“ installiert, auf die es mittlerweile 40.000 Zugriffe pro Monat gebe.

Diese Internetplattform ist nun von der NÖ Landesakademie speziell für die Zielgruppe der Klein- und Mittelbetriebe ausgebaut worden. Die Förderhomepage bietet trotz eines Gesamtumfangs von 15.000 Seiten zielgerichtete Informationen über die mehr als 100 Unterstützungsmöglichkeiten durch die EU mit klaren Strukturen und einfachen Zugriffsmöglichkeiten. Mehr als 400 Links führen zu weiterreichenden Informationen, ein Glossar beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen, Schwerpunkte für Klein- und Mittelbetriebe werden laufend aktualisiert.

„Brüssel ist kompliziert genug“, so Mikl-Leitner, deshalb sei es ihr ein besonderes Anliegen, dass die Homepage alle bedienen können, die keine „Brüssel-Profis“ seien. Neben einer Übersetzung der Fachtermini enthalte sie auch zahlreiche praktische Tipps, damit kleine und mittlere Unternehmen ihre Hemmschwelle überwinden und so noch mehr Förderungen aus Brüssel für Niederösterreich lukriert werden könnten.

Seitens der KWI bestätigte Dipl.Ing. Friedrich Kapusta, dass die Österreich-Quote bei den EU-Förderungen zwar hervorragend sei, vornehmlich aber von Institutionen, Dienstleistern und der Industrie genutzt werde. Die KWI mit 100 Mitarbeitern in der Zentrale St. Pölten und weiteren Büros in Wien und Brüssel habe in den letzten Jahren rund 20 Eigenprojekte durchgeführt, wobei durchschnittlich 15 Prozent der Kosten direkt von Brüssel gefördert worden seien.


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