31.03.2005 | 11:16

Grundsteinlegung für Römisches Wohnhaus in Carnuntum

Plank: Bauphase wird zu lebendiger Zeitreise

Anfang April beginnen im Archäologischen Park Carnuntum die Bauarbeiten für eine absolute Weltpremiere: Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank wird heute Abend den Grundstein für ein römisches Wohnhaus am Originalstandort in antiker Bautechnik und in voller Größe legen. Das Haus wird ab Sommer 2006 für die Besucher zugänglich sein. Während der Bauphase zeigen und erklären die am Bau beteiligten Wissenschafter und Handwerker den Besuchern die Bearbeitung der einzelnen Baustoffe in antiker Tradition, wie etwa Stein, Holz und Putz.

„Noch nie zuvor wurde ein römisches Wohnhaus in antiker Bautechnik wieder errichtet. Jeder einzelne Stein der Außenmauern wird mit der Hand zu antikem Bruchsteinmauerwerk zusammengefügt, bei den Innenwänden kommt römische Fachwerktechnik zum Einsatz. Die Arbeiten werden ohne Einsatz moderner Maschinen in antiker Handwerkstradition durchgeführt. Die Bauphase wird so zu einer lebendigen Zeitreise, um römische Baukunst und Wohnkultur detailreich und hautnah mitzuerleben“, erklärt Plank.

Grundlage für den geplanten Wiederaufbau waren umfangreiche archäologische Untersuchungen im so genannten „Haus II“ im Freilichtmuseum Petronell in den Jahren 2003 und 2004. Im Zuge der Untersuchungen wurden verschiedene Bauperioden über einen Zeitraum von rund 350 Jahren festgestellt, die bis ins erste Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. Die Bauarbeiten lassen aber auch im Hinblick auf experimentelle Archäologie unbezahlbare wissenschaftliche Ergebnisse erwarten. Erstmals können Aussagen über Bauzeit, Statik, Praxistauglichkeit antiker Werkzeuge und vor allem auch über die Kosten für einen Bauherrn in römischer Zeit getroffen werden.

Spezielle Themenwochenenden am 16. und 17. Juli sowie am 27. und 28. August mit Spezialführungen laden dazu ein, unter fachkundiger Führung hinter die Kulissen zu blicken.

Nähere Informationen: Archäologischer Park Carnuntum Betriebsges.m.b.H., 2404 Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 3, Dr. Markus Wachter, Telefon 02163/3377.


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