30.03.2005 | 12:53

Niederösterreich bei Jugendbeschäftigung an der Spitze

Lehner: Bestätigung für Beschäftigungspolitik in NÖ

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte das Institut für Beschäftigungsstrategie an der NÖ Landesakademie heute in St. Pölten Zahlen und Fakten zur Jugendbeschäftigung in Niederösterreich. Gemäß einer ersten Analyse ist die Situation „erfreulich“, im Vergleich zu den anderen Bundesländern liegt Niederösterreich in diesem Bereich an der Spitze.

„Der Anteil der zwischen 15 und 24 Jahre alten Jugendlichen an der Gesamtbeschäftigung lag im Jahr 2004 in Niederösterreich bei 14,2 Prozent, während es Österreich insgesamt auf 13,6 Prozent brachte“, erklärte dazu der Leiter des Instituts für Beschäftigungsstrategie, Dr. Gerhard Lehner. Diese Daten könnten als Bestätigung der Beschäftigungspolitik in Niederösterreich gesehen werden, stellten aber auch einen Auftrag und eine Herausforderung für künftige Beschäftigungsstrategien dar, so Lehner.

Weiters wurden Daten zur Jugendarbeitslosigkeit und zum Geschlechterverhältnis am Arbeitsmarkt präsentiert: Bei der Arbeitslosigkeit im Jugendbereich sowie beim Anteil der jungen Frauen an der Gesamtbeschäftigung liegt Niederösterreich im österreichischen Durchschnitt. Deutlich höher ist in Niederösterreich dagegen der Anteil der männlichen Jugendlichen an der Gesamtbeschäftigung: Macht dieser in Österreich insgesamt 13,6 Prozent aus, beläuft er sich in Niederösterreich aktuell auf 14,8 Prozent. Hiezu wurde festgehalten, dass Männer vorwiegend in der Sachgüterproduktion, Frauen vor allem im Dienstleistungsbereich tätig sind.

Hinsichtlich der Arbeitslosenquote gab Lehner zu bedenken, „dass die Arbeitslosenstatistik die tatsächlichen Verhältnisse etwas verzerrt. Berufspendler nach Wien werden als Beschäftigte dem Betriebsstandort zugezählt. Werden sie arbeitslos, rechnet die Statistik sie dagegen dem niederösterreichischen Wohnort zu.“

Diesem Spannungsfeld werde sich eine der nächsten Analysen seines Instituts näher widmen. Generell werde in Zukunft auch die Verwirklichung weiterer Programme und Maßnahmenpakete notwendig sein, um speziell Arbeitsplätze für Jugendliche zu schaffen. So werde sicherlich etwa „die Flexibilität größer, die Ausbildung in breitem Spektrum universeller“ werden müssen. Auch „die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen“ werde gegeben sein müssen, so Lehner.

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, Andrea Parzer, 3109 St. Pölten, Neue Herrengasse 17 A, Telefon 02742/9005-17403, e-mail andrea.parzer@noe-lak.at, www.noe-lak.at.


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