10.03.2005 | 13:48

Familienpolitik ist auch Standortpolitik

Pröll: Familien sollen sich ohne Wenn und Aber in Niederösterreich wohl fühlen können

„Angesichts der demografischen Entwicklung ist es notwendig, für Familien ein entsprechendes Umfeld zu schaffen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen und Familien auch finanziell zur Seite zu stehen“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute in einem Pressegespräch zur Familienpolitik in Niederösterreich. Deshalb sollen in der NÖ Familienpolitik weitere Akzente gesetzt werden. Dazu gehören unter anderem die Nachmittagsbetreuung an Volksschulen, die weiter ausgebaut und forciert werden soll. Wo eine derartige Betreuung von mindestens 15 Kindern gewünscht wird, wird diese auch angeboten. Diese Maßnahmen werden mit bis zu 10.000 Euro pro Jahr gefördert. Dazu wird künftig eine Betreuung sowohl in den Sommerferien als auch in den Semester- und Osterferien in Niederösterreich angeboten. „Pro Initiative werden dafür wöchentlich 220 Euro zur Verfügung gestellt“, so Mikl-Leitner, die auch betonte, dass diese Betreuung nicht mehr als 43 Euro (Obergrenze) kosten werde.

Nicht zuletzt dank Initiativen wie Familienhilfe, Schulstarthilfe, Förderung von Mehrlingsgeburten oder der Wohnbauförderung, die sich auch an der Anzahl der Kinder orientiert, habe es in Niederösterreich im Vorjahr ein Plus von über 13.000 Geburten im Vergleich zu 2003 gegeben, so Pröll. „Niederösterreich liegt hier mit einem Plus von 3,7 Prozent hinter Vorarlberg an zweiter Stelle und damit auch weit über dem Bundesdurchschnitt von 2,8 Prozent.“ Ein weiteres Kriterium für die gute Entwicklung Niederösterreichs sei der Kaufkraftzuwachs, und zwar im Ausmaß von 10 Prozent im Zeitraum von 2001 bis 2004. Dies werde auch durch das internationale „Managermagazin“ bestätigt, das 1.200 europäische Regionen verglichen habe. „Fünf niederösterreichische Regionen befinden sich laut diesem Magazin unter den Top 20, zwei sogar unter den Top 10“, so Pröll. „Die Standortqualität und die Arbeitsmarktpolitik einer Region wird ganz wesentlich von einer vorausschauenden Familienpolitik entschieden.“

Zwecks besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet der Landesdienst, der hier mit gutem Beispiel vorangehen möchte, auch flexible Arbeitszeitmodelle an. Neben Teilzeitarbeit gibt es ein garantiertes Rückkehrrecht, tageweisen Einsatz in der Karenzzeit und Jobsharing-Modelle. „Der Landesdienst will hier eine Art Vorreiterrolle übernehmen“, so der Landeshauptmann, der auch hofft, dass diese Vorgangsweise „Schule machen wird.“ „Wir wollen mit unserer Familienpolitik ein Ambiente und ein Umfeld schaffen, wo sich die Familien ohne Wenn und Aber wohl fühlen können.“

Große Zustimmung findet auch die pädagogische Qualität in den Kindergärten. Laut Mikl-Leitner sind mehr als 94 Prozent mit der pädagogischen Qualität sehr zufrieden bzw. zufrieden. Dennoch lässt die Bereitschaft, Kinder zu haben, immer mehr nach. Mikl-Leitner: „Waren früher 10 Prozent der Frauen kinderlos, sind es heute bereits 30 Prozent. Im Jahr 2020 werden es bereits 40 Prozent sein.“


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