07.03.2005 | 12:33

Kranzl sieht Rückschritt in der Frauenpolitik

Frauen verdienen um 34,5 Prozent weniger als Männer

Man habe vor vielen Jahren die Gleichstellung der Frauen verankert, die Realität schaue jedoch anders aus: Frauen würden in Niederösterreich nach wie vor um 34,5 Prozent weniger verdienen als Männer, meinte Landesrätin Christa Kranzl heute bei einer Pressekonferenz in St. Pölten im Hinblick auf den morgigen Internationalen Frauentag. Frauen würden bald nicht mehr in der Lage sein, sich mit ihrem Einkommen selbst eine Lebensgrundlage zu schaffen.

So positiv die Teilzeitbeschäftigung für Frauen mit kleinen Kindern sei, Beruf und Familie zu vereinbaren, so negativ wirke sich später die Einkommenssituation auf die Pensionsversicherungszeiten aus, so Kranzl. Seit 2000 sei auch die Zahl der Arbeitsplätze mit Vollbeschäftigung - von geringfügig Beschäftigten und Teilzeitbeschäftigten hochgerechnet - um 30.000 zurückgegangen. Kranzl: „Ende Februar waren 36,6 Prozent der erwerbstätigen Frauen in Niederösterreich arbeitslos.“

Frauen seien bestenfalls Zuverdienerinnen, so die Nationalratsabgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek. 71 Prozent halten, so eine Studie, die Gleichberechtigung der Frauen in Österreich für nicht verwirklicht. Das sei ein krasser Gegensatz zu Gender Mainstreaming, also die Einbindung der Chancengleichheit in sämtliche Maßnahmen, für die sich Österreich und auch Niederösterreich verpflichtet habe, meinte Nationalratsabgeordnete Gabriele Binder.


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