16.02.2005 | 13:08

Zusammenarbeit von NÖ und OÖ im Bereich Kunststoff-Cluster

Gabmann: Durch Kooperation unter die Top-Ten der EU kommen

Wie heute in St. Pölten im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, wird es künftig im Bereich Kunststoff-Cluster eine Kooperation der Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich geben, indem der Kunststoff-Cluster der „Oberösterreichischen Technologie- und Marketinggesellschaft“ (TMG) auf Niederösterreich ausgeweitet wird. Diese Zusammenarbeit zwischen TMG und der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus soll optimale Rahmenbedingungen für Unternehmen dieser Branche schaffen. Weiters soll mit diesem Schritt der Forderung der Wirtschaft nach Konzentration der Cluster-Initiativen entsprochen werden. Erste Kooperationsprojekte wurden bereits gestartet.

„Wir leben in spannenden Zeiten, die von Veränderungen, Herausforderungen, Globalisierung und der EU-Erweiterung geprägt sind. Die Politik hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Wirtschaft zu attraktivieren und den Ländern ein entsprechendes wirtschaftspolitisches Profil zu geben. Dazu ist der Aufbau von Netzwerken und Clustern notwendig. Durch diese Zusammenarbeit wird das Innovationspotenzial der Unternehmen gestärkt und ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Wirtschaftsstandorte und Arbeitsplätze in beiden Bundesländern geleistet“, meinte dabei Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann.

Dass sich Niederösterreich im Kunststoffbereich künftig gerade mit Oberösterreich abstimmen werde, habe den Hintergrund, dass bereits 32 niederösterreichische Betriebe „im Sog des oberösterreichischen Clusters unterwegs“ seien. Das Land Niederösterreich wolle „Geburtshelfer“ dieses neuen Kooperationsmodells sein und werde dafür im ersten Jahr 185.000 Euro zur Verfügung stellen. Dieses Geld werde der Finanzierung diverser Projekte und des in Wiener Neustadt angesiedelten Clustermanagements dienen. Durch die Installierung eines „Servicebüros“ in Wiener Neustadt seien die Dienstleistungen des Kunststoff-Clusters mit zusätzlicher regionaler Betreuung künftig auch für Unternehmen in Niederösterreich verfügbar. Nach Abschluss der nun startenden Pilotphase sei die Umwandlung des Projekts in Richtung Private-Public-Partnership vorstellbar. „Durch diese Kooperation wird es uns gelingen, unter die Top-Ten der EU zu kommen“, so Gabmann.

Ähnlich optimistisch zeigte sich auch der oberösterreichische Landesrat Viktor Sigl: „Wir sind froh, dass sich TMG und ecoplus dieser Aufgabe annehmen und wir mit dieser Kooperation den größten Cluster in Europa schaffen.“

Der Kunststoff-Cluster der TMG wurde 1999 eingerichtet und verfügt heute über 307 Partner-Unternehmen aus dem In- und Ausland, die einen Umsatz von 7,34 Milliarden Euro erwirtschaften. Seit Gründung des Clusters wurden bereits mehr als 50 Kooperationsprojekte initiiert und begleitet; Kernbereiche sind unter anderem Kunststoffverarbeitung, Kunststoffmaschinenbau und Werkzeugbau.

Die Zusammenarbeit von TMG und ecoplus, die sich unter anderem im Durchführen von Informations- und Fachveranstaltungen sowie in gemeinsamen PR-Aktivitäten und Messeauftritten äußern wird, ist bereits mit einem ersten gemeinsamen konkreten Projekt angelaufen, ein zweites Projekt befindet sich in Vorbereitung. Für die im April stattfindende „Hannover Messe“ ist ebenso ein gemeinsamer Auftritt geplant.

Nähere Informationen: ecoplus, Mag. Ursula Grabner, Telefon 01/513 78 50-24.


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