02.02.2005 | 11:49

Finanzholding bringt jährlichen Nutzen von 20 Millionen Euro

Sobotka bot auch Rückblick auf das Budget 2004

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in St. Pölten einen Rückblick auf das Budget 2004 und informierte gleichzeitig auch über die neue Landesfinanzholding.

„Trotz finanziell schwieriger Rahmenbedingungen kann man für 2004 von einem guten Ergebnis sprechen, das Budget bot Spielraum für alle notwendigen Initiativen des Landes“, meinte Sobotka. Durch Budgetsperren habe man rund 40 Millionen Euro eingespart, mit einem Stabilitätsbeitrag von 320 Millionen Euro konnten die Maastricht-Forderungen des Bundes erfüllt werden. Die 2004 gesetzten Landes-Initiativen hätten besonders die Attraktivierung und Optimierung der Standortqualität, den Ausbau im Sozial- und Gesundheitsbereich, Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, nachhaltige Umweltpolitik sowie den Ausbau der Bildungs- und Forschungseinrichtungen und der Infrastruktur betroffen. Allein in die Infrastruktur seien in den vergangenen fünf Jahren 2,2 Milliarden Euro investiert worden; diese „Investitionswelle“ sei für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich entscheidend gewesen. „Durch umsichtiges Finanzmanagement konnte eine gute Grundlage für die Sicherung des nachhaltigen Wachstums in Niederösterreich geschaffen werden. Das Maastricht-Ergebnis unterstreicht außerdem unsere Pakttreue mit dem Bund“, so Sobotka.

Säulen dieser Finanzpolitik seien ein entsprechendes Schulden- und Cash-Management, eine gute Veranlagungspolitik, die Landesimmobiliengesellschaft und die Schaffung der Landesfinanzholding. „Durch die gemeinsame Zusammenführung in eine 100 Prozent-Tochtergesellschaft des Landes können wir nicht nur die steuerlichen Vorteile nutzen, sondern auch die einzelnen Erträge der Unternehmen steigern. Insgesamt erwirtschaften wir damit für das niederösterreichische Budget einen Nutzen in der Höhe von 20 Millionen Euro pro Jahr“, betonte Sobotka.

Die großen Beteiligungen des Landes in Wirtschaftsunternehmen umfassen die Aktienpakete von EVN (51 Prozent), der Flughafen Wien AG (20 Prozent), der NÖ Hypobank (59 Prozent) und der UNIQA-Versicherung AG (5,22 Prozent). Die vier in die Holding eingebrachten Beteiligungen haben einen Wert von über 1,2 Milliarden Euro. Ziele und Aufgaben der Holding sind auch ein modernes Beteiligungsmanagement für das Land, die Durchführung von Unternehmensanalysen, die Finanzierung neuer Projekte und die laufende Information der zuständigen Organe und Entscheidungsträger des Landes.

„Die Schaffung dieser Holding, die eine der schlanksten Holdings überhaupt ist und über eine ökonomisch vorzeigbare Struktur verfügt, war ein richtiger und wichtiger Schritt, damit wird die Wirtschaftspolitik des Landes untermauert“, so Sobotka. Eine noch engere Kooperation der beteiligten Unternehmen in der Zukunft werde von Sobotka unterstützt. Die Holding sei außerdem offen für weitere Beteiligungen. Der Krankenhausbereich werde aber nicht in die Holding einbezogen werden.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319.


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