28.01.2005 | 12:30

SCA Ortmann investiert am Standort Pernitz

Pröll: Ein Leitbetrieb in der Region und in NÖ

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann statteten heute der in Pernitz/Ortmann (Bezirk Wiener Neustadt) gelegenen Fertigungsstätte des schwedischen Papierkonzerns SCA Hygiene Products G.m.b.H. einen Besuch ab. Bei diesem Betriebsbesuch konnten sich Pröll und Gabmann von den Modernisierungsmaßnahmen, die im vergangenen Jahr im Werk durchgeführt wurden, überzeugen, und sich über die weiteren in den nächsten Jahren geplanten Maßnahmen informieren.

Konkret wurde hier 2004 zwecks Stärkung des Standorts und zur Verbesserung der logistischen Voraussetzungen ein hoch modernes, dynamisches Kommissionier- und Sortiersystem für 25.000 Palettenplätze errichtet. Der Kostenaufwand hiefür belief sich auf rund 14,5 Millionen Euro, die Bauzeit betrug 11 Monate. Die Errichtung eines derartigen Systems war seitens des Konzerns in Schweden schon seit zwei Jahren geplant und ein Standort in Ungarn ins Auge gefasst worden. Durch die Bemühungen der Verantwortlichen des Werks in Ortmann konnte allerdings erreicht werden, dass diese Investitionen letztendlich in Niederösterreich getätigt wurden.

Auch in den kommenden Monaten sollen bei der SCA Ortmann zahlreiche Maßnahmen gesetzt und Investitionen getätigt werden, um die Produktion am Standort zu modernisieren, neue Maschinen anzuschaffen und Arbeitsplätze mittel- bis langfristig abzusichern. Das diesbezügliche Investitionsvolumen wird 14,3 Millionen Euro betragen. Außerdem wurde bzw. wird die Verarbeitungskapazität durch die Verlagerung einer Taschentuchlinie von Polen nach Pernitz/Ortmann sowie durch die Installation einer neuen Serviettenmaschine weiter gesteigert.

Landeshauptmann Pröll zeigte sich von dem Erfolg dieses Werks beeindruckt: „Damit wird gezeigt, dass wir als Wirtschaftsstandort auch im größeren Europa erfolgreich sein können.“ Dieses Werk sei zudem eine wichtige Säule des wirtschaftspolitischen Konzepts in Niederösterreich, durch zukunftsträchtige Investitionen werde ein vorhandener Standort abgesichert. Die SCA Ortmann sei daher ein Musterbeispiel der niederösterreichischen Wirtschaftspolitik, so Pröll.

„Die Investitionen von SCA zeigen, dass die in Niederösterreich geschaffenen Rahmenbedingungen für Unternehmen auch internationale Konzerne überzeugen. Die Verlegung einer Taschentuchlinie von Polen nach Niederösterreich und die Installation des Distributionszentrums hier in Pernitz sind ein wichtiges Signal. Wir sind stolz auf derartige Leitbetriebe“, so Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann.

Die heutige SCA Ortmann wurde im Jahre 1854 als Schwertfabrik gegründet. 1917 wurde mit der Papiererzeugung begonnen, 1995 übernahm der schwedische Papierkonzern Svenska Cellulosa Aktie Bolaget (SCA) die Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen, das 1998 seinen heutigen Namen erhielt. Heute werden in diesem Werk auf zwei Papiermaschinen und rund 30 Verarbeitungsmaschinen von rund 600 Mitarbeitern jährlich 119.000 Tonnen Hygienepapiere hergestellt. Zu den produzierten Marken zählten u. a. ZEWA, DANKE, COSY oder TORK. Pro Jahr bildet der Betrieb etwa 30 Lehrlinge aus. Der Umsatzerlös der SCA-Gruppe betrug 2003 rund 9,4 Milliarden Euro, auf SCA Hygiene Products G.m.b.H. in Österreich entfielen etwa 225 Millionen Euro. Zur NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus unterhält das Unternehmen seit 1993 Geschäftskontakte.

Nähere Informationen: ecoplus, 1010 Wien, Luggeg 1, Mag. Ursula Grabner bzw. Mag. Lukas Reutterer, Telefon 01/513 78 50-40, e-mail headoffice@ecoplus.at, www.ecoplus.at.


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