19.01.2005 | 13:27

2004 Rekordjahr bei erneuerbarer Energie

Plank: Rund 7 Prozent des erzeugten Stroms in NÖ

2004 war bei der erneuerbaren Energie ein Rekordjahr: Noch nie wurden in Niederösterreich so viele Biomasseheizwerke, Biogasverwerter und Windkraftanlagen errichtet. „Rund 7 Prozent des in Niederösterreich produzierten Stroms werden aus Wind, Biomasse und Biogas erzeugt. Und die Tendenz ist weiter steigend“, sagte heute Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank in einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten. Die Gesamtinvestitionen für das Jahr 2004 bezifferte Plank mit 204,6 Millionen Euro.

Der Trend der letzten Jahre, immer kleinere Biomasseheizwerke mit immer kürzeren Netzen zu bauen, hielt auch 2004 unvermindert an. Diese Anlagen versorgen einen Ortskern, ein Gemeindeamt oder Schulen. Große Anlagen werden hingegen nur mehr selten errichtet. 2004 wurden für 32 neue Anlagen und zahlreiche Ausbauten von bestehenden Heizwerken Förderungen von 8,7 Millionen Euro vergeben, davon 3,95 Millionen Euro aus Landesmitteln. Diese Förderungen haben Investitionen von fast 27 Millionen Euro ausgelöst. Mit Ende 2004 waren 240 Biomasseheizwerke in Betrieb. Diese Anlagen verfügen über eine Leistung von 282 Megawatt. Insgesamt werden derzeit rund 11.750 Wärmekunden versorgt.

Das Ziel, in Niederösterreich ein Prozent des Stroms aus Biogas zu erzeugen, wird bereits in wenigen Monaten erreicht sein. Dabei dürfen geförderte Anlagen nur nachwachsende Rohstoffe und Gülle einsetzen. „Ende 2004 sind bereits 32 Anlagen in Betrieb gestanden, 17 weitere sind im Bau“, meinte Plank. In Biogasanlagen wurden 2004 rund 24 Millionen Euro investiert.

In Niederösterreich gibt es zudem bereits 197 Windkraftanlagen. Mit Zuwächsen vor allem im Bezirk Bruck an der Leitha und im östlichen Weinviertel sind „diese Anlagen in durchschnittlichen Windjahren im Stande, rund 5,2 Prozent des in Niederösterreich verbrauchten Stroms zu erzeugen“, wies Plank auf die steigende Bedeutung hin. Mit der Errichtung von weiteren 50 Anlagen sei in den nächsten 18 Monaten zu rechnen. Niederösterreich habe im Vorjahr in die Errichtung von Windkraftanlagen 105 Millionen Euro investiert.

Derzeit sind in Niederösterreich zudem acht Biomassekraftwärmekopplungen in Betrieb, die Strom und Wärme aus Biomasse erzeugen.


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