19.01.2005 | 11:50

Schwerpunkte der NÖ Gesundheitspolitik 2005

Sobotka: Eigenverantwortung heben, Effizienz steigern

2005 werde durch die Übernahme der acht Krankenanstalten und die Umsetzung der Gesundheitsreform ein entscheidendes Jahr für die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich, sagte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute bei einer Präsentation der Schwerpunkte der NÖ Gesundheitspolitik im laufenden Jahr in St. Pölten. Im Rückblick auf 2004 hielt der Landesrat zudem fest, dass mit dem Abschluss der 15a-Verhandlungen, der EDV-Vernetzung aller Krankenhäuser, der Forcierung des MedAustron-Projekts, der Installierung der Landesklinikenholding und schlussendlich der Übernahme der acht Fondsanstalten alle Vorhaben umgesetzt worden seien.

Inhaltlich werde sich die NÖ Gesundheitspolitik 2005 nach drei Schwerpunkten ausrichten, so Sobotka weiter: der Hebung der Eigenverantwortung, der weiteren Verbesserung der Qualität sowie der Steigerung der Effizienz.

Bei der in einem langfristigen Programm zu erzielenden Stärkung der Selbstverantwortung (Ernährung, Bewegung, Vorsorge etc.) merkte Sobotka an, dass der „Tut gut“-Initiative nun ein Bewegungsschwerpunkt angefügt werde. Leistungsinformationen, aus denen der Patient die an ihm im Krankenhaus erbrachten Leistungen ersehen kann, sollen ab März im Wesentlichen flächendeckend zur Verfügung stehen.

Hinsichtlich der Qualitätsverbesserung merkte der Landesrat an, nach dem bisher intensivsten Bau- und Planungsjahr im NÖ Klinikenwesen (mit 305 von insgesamt 772 Millionen Euro, die 2004 abgerechnet wurden), werde 2005 ein Qualitätsverbesserungsprogramm unter Mitwirkung der Mitarbeiter gestartet. Auch die Behandlungspfade mit bisher bereits 26 entwickelten Krankheitsbildern trügen wesentlich zu internationalen Standards in der Qualitätssicherung bei. Für das MedAustron-Projekt soll bis Herbst ein Partner gefunden sein. Auch die Vision „Gesundheitszentrum 2010“ mit einer baulichen Umgestaltung des Thermenklinikums von der Reparatur- zur Vorsorgemedizin bzw. zum umfassenden Gesundheitsdienstleister wird weiter forciert.

Punkto Effizienzsteigerung führte Sobotka an, dass das Waldviertel als Pilotregion für den NÖ Strukturplan fungieren werde, nach dem nicht mehr die Bettenzahl, sondern die Gesundheitsleistung entscheidend sei. Zur Übernahme weiterer sechs Krankenhäuser ab 2006 liefen die Verhandlungen. Nach der EDV-Vernetzung der Spitäler befinde sich jetzt ein Langzeitarchivrechner in Mistelbach bereits in Bau bzw. das Rechenzentrum St. Pölten in der Projektierungsphase.


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