17.12.2004 | 09:43

440 frühere Arbeitslose arbeiten nun in Pflegeberufen

Prokop: Richtige Einstellung notwendig

Nach rund einem Jahr haben in Niederösterreich bereits 440 arbeitslose Menschen mit der Stiftung „Job konkret Pflege“ eine zukunftsträchtige Berufschance in einem Pflegeberuf bekommen. Für Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die diese Aktion gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ initiiert hat, gibt es zwei Gewinner: „Betriebe im Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich, die qualifizierte Arbeitskräfte finden, und arbeitslose Personen, die einen erfüllten, verantwortungsvollen Job bekommen.“ Aber nicht jeder komme für den Pflegeberuf in Frage. Man müsse die richtige Einstellung mitbringen, die Menschen mögen, aber auch hart anpacken können, so Prokop.

Die Stiftung „Job konkret Pflege“ wurde gegründet, um den Engpass bei den Pflegekräften in Niederösterreich zu entschärfen. Arbeitslose Personen können sich damit im zweiten Bildungsweg zu Alten- und PflegehelferIn oder zur Diplomkrankenschwester bzw. zum Diplomkrankenpfleger ausbilden lassen. Diese Ausbildung findet zum Großteil in Einrichtungen statt, die vom Land finanziert oder mitfinanziert werden.

„Die 440 Teilnehmer haben hier auch bereits einen fixen Arbeitsplatz“, erläutert Prokop. Sie sind in 84 verschiedenen Einrichtungen und Organisationen - wie Krankenhäuser und sozialen und karitativen Einrichtungen untergebracht.

Bisher entschieden sich 81 Prozent der Teilnehmer für die Ausbildung zur Diplomkrankenschwester bzw. zum Diplomkrankenpfleger, wo auch der größte Bedarf besteht. Die weiteren 19 Prozent absolvieren die Ausbildung zum Pflegehelfer. Mit der Bezahlung des Stiftungsarbeitslosengeldes wird während der Ausbildung der Lebensunterhalt gesichert. Auch immer mehr Männer können für den Pflegeberuf gewonnen werden. Zwei Drittel der Teilnehmer sind Frauen. Positiv ist auch, dass sich immer mehr junge Menschen sich für den Pflegeberuf entscheiden. Bei „Job konkret“ sind zwei Drittel jünger als 30 Jahre.


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