13.12.2004 | 15:26

Siegerehrung zum Bewerb NÖ Landesgartenschau Tulln 2008

Sobotka: Mustergärten für nachhaltige Bewusstseinsbildung

Im NÖ Landesmuseum in St. Pölten nahm heute Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Preisüberreichung zum Realisierungswettbewerb für die NÖ Landesgartenschau 2008 in Tulln vor. Ausgeschrieben waren Konzepte zur Gestaltung des Gartenschaugeländes in verpflichtender interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen LandschaftsarchitektInnen bzw. LandschaftsplanerInnen und ArchitektInnen. Von 39 eingereichten Arbeiten kamen zehn in die engere Wahl, der Sieg ging an das Projekt „Gartenströmungen“ von Landschaftsarchitekt Dipl.Ing. Christian Henke (München) und Architekt Dipl.Ing. Michael Hoche (Raubling/Deutschland).

Die Aktion „Natur im Garten“ sei vor sechs Jahren angetreten, um „aus überdüngten Potemkinschen Dörfern“ Kultur- und Naturlandschaften zu machen, die einer nachhaltigen Gartenentwicklung Raum geben, betonte dabei Sobotka. Mittlerweile hätten sich auch mehr als 100 Gärtnerbetriebe der Aktion angeschlossen, gemeinsam mit den mehr als 70.000 NÖ Naturgartenratgeber-Abonnenten sei das „eine Gartenkompetenz“, die sich sehen lassen könne.

Bei den Überlegungen für eine Landesgartenschau sei von Anfang klar gewesen, dass Niederösterreich nicht nur ein einmaliges Ereignis inszenieren wolle, über dessen Areal dann wieder Gras wachse, so Sobotka weiter. Vielmehr würden standortgerecht bepflanzte Mustergärten angelegt, welche die 326.000 NÖ Hausgartenbesitzer und darüber hinaus alle mit Sehnsucht nach einem Garten nachhaltig im Sinne einer Bewusstseinsbildung für Umweltpolitik insgesamt ansprechen sollen. Gleichzeitig werde ein Kompetenzzentrum für das Thema Garten entstehen.

Als Standort der Gartenmesse sei Tulln prädestiniert für die Landesgartenschau – dazu werde es 2008 als zweiten Standort den englischen Landschaftsgarten von Schloss Grafenegg geben. In Tulln soll das Areal unmittelbar im Anschluss an das Messegelände und die Innenstadt inklusive einer Reaktivierung der Donau-Altarme auch einer touristischen Nutzung zugeführt werden. Davon erwartet sich Sobotka in Folge ähnliche Impulse wie von den 70 NÖ Schaugartenanlagen, etwa der Gartenanlage von Stift Melk, die ihre Besucherzahl von 2.000 auf 40.000 steigern konnte.

Die zehn bestgereihten Projekte sind im öffentlich zugänglichen Bereich des NÖ Landesmuseums noch bis Sonntag, 19. Dezember, ausgestellt. Nähere Informationen bei der NÖ Landesgartenschau Planungs- und Errichtungs GmbH unter 02272/681 88, Doris Brandecker-Knerer, e-mail doris.brandecker-knerer@lgs-08.at und www.lgs-08.at.


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