09.12.2004 | 10:57

Neue NÖ Landes-Finanzholding startet 2005

Sobotka: Bringt jährlich 20 Millionen Euro für NÖ Budget

Der NÖ Landtag wird in seiner heutigen Sitzung auch die Gründung einer Finanz-Holding beschließen, in die wesentliche Unternehmens-Beteiligungen des Landes eingebracht werden. Die Aktienpakete von EVN, Flughafen Schwechat, Hypo und der UNIQA-Versicherung werden künftig von dieser Landesholding verwaltet.

„Durch die Zusammenführung in eine 100 Prozent Tochtergesellschaft des Landes können wir nicht nur die steuerlichen Vorteile nutzen, sondern auch die einzelnen Erträge der Unternehmen steigern“, ist Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka überzeugt. Den finanziellen Vorteil für das niederösterreichische Budget beziffert Sobotka mit 20 Millionen Euro pro Jahr.

Die großen Beteiligungen des Landes Niederösterreich in Wirtschaftsunternehmen umfassen die Aktienpakete an dem börsenotierten Energiekonzern EVN (51 Prozent), an der ebenfalls börsenotierten Flughafen Wien AG (20 Prozent), an der niederösterreichischen Hypobank (59 Prozent) und an der UNIQA Versicherungen AG (5,22 Prozent). Die vier in die Holding eingebrachten Beteiligungen haben einen Wert von über 1 Milliarde Euro. Der beim Übertragen der Anteile an die Holding erwirtschaftete Verwertungserlös wird vom Land gewinnbringend veranlagt und jährlich einen zusätzlichen Ertrag von 10 Millionen Euro erwirtschaften. Gemeinsam mit dem Steuervorteil von 10 Millionen Euro ergibt sich ein jährlicher Nutzen für das niederösterreichische Landesbudget von 20 Millionen Euro, der für wichtige Landesprojekte und Initiativen eingesetzt wird“, so Sobotka.

Weitere Aufgaben und Ziele der Holding sind ein modernes Beteiligungsmanagement für das Land, die Durchführung von Unternehmensanalysen, die Finanzierung von neuen Projekten und die laufende Information der zuständigen Organe und Entscheidungsträger des Landes.

Für Sobotka ist die Finanzholding nach der erfolgreichen Veranlagung der Wohnbauförderung, der effizienten Schulden- und Zinspolitik und der sparsamen Budgetplanung „ein weiterer wichtiger Schritt in der Modernisierung der niederösterreichischen Finanzpolitik“.


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