09.12.2004 | 10:13

Zusätzliche Impulse in Groß-Siegharts

Umbau des Schlosses und Verlegung des Bauhofs

In der als „Textilstadt“ bekannt gewordenen Stadtgemeinde Groß-Siegharts (Bezirk Waidhofen an der Thaya) werden nun zusätzliche Maßnahmen zur Attraktivierung des Wirtschaftsstandorts getroffen.

Die geplanten Maßnahmen betreffen den Ausbau des zweiten Obergeschosses des örtlichen Schlosses, wo Räumlichkeiten an die Firma „Friedrich“ zu Präsentations- und Produktionszwecken vermietet werden sollen. Weiters ist die Schaffung einer neuen Zufahrt für die Firma „Hirth“ vorgesehen. Die Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahmen belaufen sich auf insgesamt 189.500 Euro, das Land stellt aus der Regionalförderung 70.873 Euro zur Verfügung. Der Rest wird aus Eigenmitteln aufgebracht.

Zudem ist die Verlegung des Bauhofs geplant, wodurch zusätzliche Frei- und Parkraumflächen geschaffen werden sollen. Hiefür werden in Summe 291.000 Euro investiert, 145.500 Euro davon kommen aus der Regionalförderung des Landes.

Diese Maßnahmen stellen die jüngsten einer ganzen Reihe von Aktivitäten dar, die in den letzten Jahren in der Stadtgemeinde Groß-Siegharts als ehemals wichtiger Standort der österreichischen Textilindustrie getroffen wurden. Die Stadtgemeinde selbst hat bereits einige maßgebliche Investitionen zur Attraktivierung und wirtschaftlichen Belebung der Gemeinde als Einkaufs- und Gewerbestandort durchgeführt. Entsprechendes Engagement legte auch der Verein „Unterstützung regionaler Kooperationen und Bildungsmaßnahmen (KOOB)“ an den Tag, der die aktive Nutzung der ehemaligen Textilfachschule wahrnimmt. In diesem Rahmen ist es gelungen, Betriebsansiedlungen und -gründungen sowie innovative Bildungsangebote im Bereich dieser früheren Schule zu ermöglichen. Hintergrund für diese Investitionen bzw. dieses Engagement ist der Niedergang der europäischen Textilindustrie, von der Groß-Siegharts besonders betroffen ist. Während hier vor etwa 20 Jahren noch 1.200 Personen in der Textilindustrie beschäftigt waren, sind es heute nur noch etwa 23 Personen. Auch die Schließung der Textilfachschule im Jahr 1997 hat dazu einen Beitrag geleistet.


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