29.11.2004 | 10:14

Amtseinführung von Bischof Dr. Klaus Küng

LH Pröll: Gemeinsame Verantwortung für Niederösterreich

Das Verhältnis zwischen der Kirche und dem Bundesland Niederösterreich sei getragen von einem guten und funktionierenden Miteinander, gegenseitigem Respekt und partnerschaftlichem Umgang, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern bei der offiziellen Amtseinführung des neuen Diözesanbischofs Dr. Klaus Küng im St. Pöltner Dom. Die Amtseinführung, an der neben Bischöfen aus ganz Österreich (mit Kardinal Dr. Christoph Schönborn an der Spitze) und Bischöfen aus den Nachbarländern auch zahlreiche hohe Repräsentanten aus dem öffentlichen Leben teilnahmen, ist auch als Neubeginn in der Diözese zu verstehen. Küng wurde von Papst Johannes Paul II. am 7. Oktober zum Nachfolger von Bischof Dr. Kurt Krenn bestellt.

Die Kirche und das Bundesland Niederösterreich verbinde auch gemeinsame Verantwortung für Niederösterreich, so Pröll. Gemeinsame Aufgabe für die Zukunft müsse es sein, die Werteordnung zurecht zu rücken und einen gerechten Ausgleich zu finden. Pröll: „Ein Leben ohne Werte ist wertlos.“ Die Kirche sei hier die wichtigste Instanz, „um Orientierung zu geben, auf den richtigen Weg zu führen und zum richtigen Zeitpunkt Signale in die richtige Richtung auszusenden“.

Der neue Diözesanbischof sieht es als Aufgabe, gerade angesichts der vielen Kirchenskandale, die das Vertrauen der Gläubigen erschüttert hätten, „eine Erneuerung der Kirche zu erstreben“. Es liege ihm jedoch fern zu sagen, dass alles Bisherige in der Diözese St. Pölten falsch gewesen sei. Vielmehr betrachte er die Arbeit seiner Vorgänger und aller, die hier zusammengewirkt hätten, mit großem Respekt. Gleichzeitig gebe es in der Diözese St. Pölten nach wie vor viele, die trotz der Schwierigkeiten und Turbulenzen, die es hier gegeben habe, zum vollen Einsatz bereit seien, zeigte sich Küng für die Zukunft zuversichtlich.

Im Gebiet der Diözese St. Pölten leben rund 630.000 Einwohner, knapp 570.000 sind Katholiken. Das Gebiet umfasst mehr als die Hälfte Niederösterreichs. In 25 Dekanaten sind 424 Pfarren organisiert. 202 Pfarren werden von Diözesanpriestern betreut, 106 von Ordenspriestern. Rund ein Viertel dieser Pfarren sind derzeit ohne eigenen Priester vor Ort.


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