24.11.2004 | 12:18

Biomarke „Ja! Natürlich“ ist 10 Jahre alt

Plank: Österreich ist Bio-Musterland

Die Bio-Marke „Ja! Natürlich“ feiert dieser Tage ihren 10. Geburtstag. Die Erfolgsstory begann 1994, als „Billa-Merkur“ leistbare schmackhafte Bio-Lebensmittel auf den Markt brachten. Heute ist „Ja! Natürlich“ die Biomarke Nummer 1 mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro und 400 Produkten in 13 unterschiedlichen Warengruppen. „Ja! Natürlich“-Regionen sind der Nationalpark Hohe Tauern, das Waldviertel und der Seewinkel.

Veit Schalle, Generalbevollmächtigter von Rewe Austria, und Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank zogen heute in Wien Bilanz und präsentierten Fakten zur österreichischen Landwirtschaft.

„Der Bio-Boom hat mit dem Müsli von Willi Dungl begonnen“, erläuterte Schalle. Der Weg zum Erfolg von ‚Ja! Natürlich’ sei steinig gewesen, beispielsweise habe man mit Schimmel in Joghurtbechern gekämpft. Heute sei die Marke unumstritten und für viele Kunden der Grund, bei Billa einzukaufen. In Zukunft will Schalle das regionale Engagement vertiefen und den Umsatz in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. “Alles Bio“ sei eine Aufgabe, die konsequent verfolgt werde.

„‚Ja! Natürlich’“ hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Österreich das Bio-Musterland in Europa ist“, betonte Plank. Mit hochwertigen Bio-Produkten werde Marktvolumen geschaffen, Arbeit für die Bauern gesichert und die Kulturlandschaft nachhaltig erhalten. 13 Prozent der agrarisch genutzten Fläche wird biologisch genützt, 19.000 Betriebe, also jeder zehnte Bauer, arbeiten biologisch. Plank: „Besonders dynamisch ist die Entwicklung der biologischen Landwirtschaft im Waldviertel. Derzeit gibt es hier rund 1.400 Bio-Betriebe.“

Im Waldviertel wurde vom Land Niederösterreich, Bio Austria und „Ja! Natürlich“ das Projekt „Waldviertel-Lebensviertel“ ins Leben gerufen, bei dem es darum geht, sich freiwillig dem gentechnikfreien Anbau zu verpflichten. „Ziel ist es, gesunde und urtypische Produkte aus einer unverfälschten Landschaft anzubieten“, erläuterte Plank.

Österreichweit sei die Förderung für die Bio-Landwirtschaft von 1990 bis 2003 von 400.000 Euro pro Jahr auf 86 Millionen im Jahr angestiegen. 50 Prozent davon kommen von der EU, 30 Prozent vom Bund und 20 Prozent von den Ländern.

Motivforscherin Dr. Helene Karmasin meinte, dass biologische Lebensmittel als „Protestprodukte“ begonnen hätten und den Weg vom Minderheitenprogramm zum Trend für die breite Masse geschafft hätten. Diese Lebensmittel würden den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher entgegenkommen.


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