16.11.2004 | 10:38

Landesfeiertag-Auftakt im Stift Klosterneuburg

LH Pröll und Abt Backovsky zur Renovierung des Stiftes

Im 1114 von Markgraf Leopold III. gegründeten Stift Klosterneuburg erfolgte am gestrigen Leopoldi-Tag wieder der Auftakt der Feierlichkeiten zu Ehren des Landespatrons. Vor dem Pontifikalamt in der Stiftskirche, an dem hohe Repräsentanten des Landes aus Wirtschaft, Politik, Kultur etc. teilnahmen, informierten Abt Bernhard Backovsky und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll über den aktuellen Stand der Renovierung des Stiftes Klosterneuburg. So wurde die im Vorjahr angekündigte Kooperation mit der EVN und der Stadtgemeinde in Sachen Fernwärmeversorgung aus dem Biomasse-Heizwerk des Stiftes umgesetzt, wie der wirtschaftliche Direktor Leopold Nussbaumer berichtete. Im Zuge der Renovierung wird nun der so genannte „Riesensaal“ zu einem neuen Besuchereingang adaptiert. Es handelt sich dabei um den ersten wichtigen Baustein zur kompletten Neuorientierung des Stiftsmuseums. Der Besucher soll künftig von der Tiefgarage (inklusive Besucherlifte) für Pkw und Busse zur „Sala terrena“ kommen, wo der Gast aus den verschiedenen Angeboten auswählen kann und dann über die untere Kaiserstiege zu den diversen Stiftsangeboten gelangt. Die zu adaptierende Gesamtfläche („Riesensaal“, Nebenräume, untere Kaiserstiege) beträgt rund 1.600 Quadratmeter, nach derzeitigen Schätzungen belaufen sich die Kosten dafür auf rund 3,8 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für 2006 geplant.

Für Landeshauptmann Pröll sei es eine Selbstverständlichkeit, dass das Land bei der Renovierung „dieses niederösterreichischen Juwels“ hilfreich zu Seite steht. Besonders hob der Landeshauptmann den hohen Eigenfinanzierungsgrad des Stiftes hervor, der im Vergleich zu anderen denkmalpflegerischen Vorhaben weit über dem Durchschnitt liege. Das Land werde aber weiterhin ein verlässlicher Partner sein und die Renovierung des Stiftes unterstützen, damit es rechtzeitig zum 900-Jahr-Jubiläum im Jahr 2014 in neuem Glanz erstrahlen kann.

Neben der umweltschonenden Energiegewinnung - das stiftseigene Biomasse-Heizwerk versorgt auch das Klosterneuburger Freizeitzentrum, das Krankenhaus, das Rathaus und die Babenbergerhalle mit umweltfreundlicher Energie - und dem Projekt „Ein Zuhause für Straßenkinder“ - bisher wurden dafür 1,2 Millionen Euro aufgebracht - hat sich Stift Klosterneuburg auch mit seiner biologischen Ausrichtung der Landwirtschaft einen Namen gemacht.


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