13.10.2004 | 10:41

Erfolgsbilanz für „NÖLI“-Altspeisefettsammlung

Sobotka: Speisefett-Sammelmenge auf 2,6 Millionen Kilo gesteigert

Vor zwei Jahren wurde von den NÖ Abfallverbänden und dem Land Niederösterreich die große „NÖLI“-Sammelaktion für altes Speiseöl und -fett aus der Küche gestartet. „Die gute Akzeptanz des NÖLI-Systems beim Bürger ist sensationell: 1,7 Millionen Kilo Altspeisefett sind mit den hitzebeständigen Behältern mit geruchsdichtem Deckel bereits gesammelt worden“, freute sich Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in Langenlois, wo die vollen NÖLI’s bei der Firma Ölwert entleert und in speziellen Industrie-Spülern gereinigt werden, über den vollen Erfolg. Zusätzlich wurden in den letzten beiden Jahren noch 900.000 Kilo vor allem mit Großgebinden erfasst.

Mit verantwortlich für diesen Erfolg ist sicher das von den NÖ Abfallverbänden gebotene Tauschsystem: Bei Altstoff-Sammelzentren oder im Rahmen der Problemstoffsammlung kann der voll gefüllte NÖLI abgegeben werden. Dafür erhält man kostenlos einen sauberen Tauschkübel zurück. Vielfach wird von den Abfallverbänden auch Speiseöl von der Gastronomie übernommen, dafür gibt es den 26 Liter fassenden „Gastro-NÖLI“. Insgesamt wurden vom NÖ Abfallwirtschaftsverein (NÖ AWV) über 600.000 NÖLI’s zentral angekauft und von den NÖ Abfallverbänden verteilt.

Das Altspeisefett wird gefiltert und zur Gänze an Biodiesel-Raffinerien in Niederösterreich geliefert, wo das Material unter Zugabe von Methanol verestert wird. Aus einem Liter altem Speiseöl entsteht so etwa ein Liter Biodiesel (normgerechter Treibstoff in DIN-Qualität).

„Jeder Liter Speiseöl, der in den Ausguss oder das WC geleert wird, verursacht Folgekosten von 50 bis 70 Cent. Richtig im NÖLI gesammelt, bringt er hingegen ein Dieselauto 20 Kilometer weit. Die an der Sammelaktion beteiligten Abfallverbände und Statutarstädte betreiben mit dem NÖLI-System aktiven Umweltschutz und treten darüber hinaus auch der immer noch verbreiteten Unsitte der Entsorgung von Speiseöl über das Kanalsystem entgegen“, so Dir. Alfred Weidlich, Präsident des NÖ AWV.

Nähere Informationen beim NÖ AWV unter 02742/23 00 60, Dir. Karl Kalteis, e-mail office@noeawv.at und www.abfallverband.at.


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