12.10.2004 | 13:21

„Österreich ist frei“

Staatsvertrags-Ausstellung auf der Schallaburg

Auf der Schallaburg ist im kommenden Jahr eine Staatsvertrags-Ausstellung zu sehen. Gezeigt wird die Entwicklung Österreichs von der Befreiung 1945 bis zur „endgültigen Freiheit“ 1955. Es werden auch noch nie gezeigte Dokumente aus russischen Archiven zu sehen sein. Zudem wird es private Leihgaben aus ganz Österreich geben.

„Die Ausstellung wird deshalb am 15. April 2005 eröffnet, weil an diesem Tag Julius Raab aus Russland die Nachricht mitbrachte, dass Österreich frei wird“, erläuterte der Wissenschaftliche Leiter der Ausstellung, Dr. Stefan Karner, von der Universität Graz heute in Wien bei der Präsentation des Ausstellungs-Konzepts. Höhepunkt der Ausstellung sei jener Moment, als Leopold Figl am 15. Mai 1955 verkündete: „Österreich ist frei.“ Die „Wegbegleiter“ der Ausstellung sind neben Leopold Figl und Julius Raab u. a. auch Karl Renner, Franz König, Oskar Helmer und Adolf Schärf.

Die Ausstellung beschäftigt sich beispielsweise mit dem Kontext Österreich mit der Europäischen Politik, mit dem Verhältnis zu den Nachbarstaaten, mit dem Einigungsprozess in Österreich und mit der Situation jener Menschen, die am Aufbauprozess Österreichs nicht teilnehmen konnten. Hier werden auch Schicksale von Emigranten, Kriegsgefangenen oder Vertriebenen gezeigt. Die Ausstellung wird zudem ein differenziertes und akzentuiertes Bild Österreichs zeigen. Rund 60 Wissenschafter aus Österreich, den USA oder Russland sind in die Vorbereitungen eingebunden.

„Wir wollen mit der Ausstellung die Leistung der Gründerväter hinter dem Staatsvertrag, aber auch der Aufbaugeneration der Nachkriegsjahre aufzeigen. Die Ausstellung soll für Jung und Alt sein“, erläuterte Karner.

Umsetzen wird die Ausstellung ein junges Architektenteam, das für eine spannende und dynamische Inszenierung sorgt. Die Ergebnisse der Forschungen werden in einem Beitragsband zur Ausstellung dokumentiert.

Die Ausstellung, die bis 1. November 2005 geöffnet ist, wird vom Land Niederösterreich, dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung und der Niederösterreich-Kultur organisiert.

Nähere Informationen: www.oesterreichistfrei.at.


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