28.09.2004 | 10:38

10 Jahre Fachschulen für Altendienste und Pflegehilfe

Prokop: Großer Bedarf bei der Betreuung älterer Menschen

Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Fachschulen für Altendienste und Pflegehilfe fand gestern eine Enquete im Landhaus in St. Pölten statt, an der auch Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landesrat Emil Schabl teilnahmen.

Niederösterreich verfügt über neun Fachschulen für Altendienste und Pflegehilfe. Sechs davon sind an Bundesschulen, vorwiegend Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, angeschlossen, zwei werden von der Caritas als Privatschulerhalter betrieben und eine von den „Marienschwestern vom Karmel“. Die Schulstandorte sind St. Pölten, Haag, Biedermannsdorf, Mistelbach, Gmünd, Horn, St. Pölten, Wiener Neustadt und Erla. Insgesamt erhielten hier bereits 1.619 Alten- und Pflegehelfer eine zweijährige Ausbildung.

Man habe bereits vor zehn Jahren erkannt, dass angesichts der demografischen Entwicklung eine besondere Qualifizierung der Mitarbeiter für die Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den stationären Einrichtungen und sozialen Diensten notwendig ist, sagte Prokop. Deshalb wurde im Landtag auch das NÖ Alten-, Familien- und Heimhelfergesetz beschlossen. Demnächst werde man in einer Novelle die Berufsbezeichnung auf „Altenfachbetreuer“ ändern. Das Land habe zudem einen Vorschlag an den Bund weitergeleitet, der vorsehe, bundeseinheitlich eine modulare Ausbildung zu erarbeiten. Eine wichtige Zwischenetappe sei auch die zwischen dem Bund und den Sozialreferenten bereits ausverhandelte 15a-Vereinbarung über die einheitlich geregelten Ausbildungen für die Sozialbetreuungsberufe.

Ziel müsse es sein, die Gesundheit so lange wie möglich zu erhalten, meinte Schabl. Gleichzeitig sollte man verstärkt auch bei der Prävention ansetzen. Die Ausübung dieses Berufs bedeute auf jeden Fall eine enorme Herausforderung, die eine hohe Zufriedenheit, aber auch eine hohe Belastung in psychischer und physischer Sicht mit sich bringe.


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