24.09.2004 | 16:30

Neues MÖWE-Kinderschutzzentrum in Mödling eröffnet

Prokop: Kindesmissbrauch darf kein Tabuthema sein

„Rund 90 Prozent aller Fälle von Kindesmissbrauch finden in der Familie oder im engsten Freundes- und Bekanntenkreis statt. In Niederösterreich werden jährlich zwischen 4.000 und 5.000 Kinder missbraucht, Österreich weit sind es rund 20.000“, betonte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop heute in Mödling bei der Eröffnung des neuen MÖWE-Kinderschutzzentrums. Neben der Unterstützung und Betreuung von Betroffenen sei die Enttabuisierung des Themas besonders wichtig. Mit dieser Einrichtung in Mödling habe Niederösterreich ein flächendeckendes Netz an Kinderschutzzentren errichtet.

Das MÖWE-Kinderschutzzentrum in Mödling hat mit den Bezirken Wien-Umgebung, Mödling, Baden und Bruck an der Leitha ein Einzugsgebiet von über 250.000 Einwohnern. Ein Team von vier Mitarbeitern kümmert sich um die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Die Therapieeinrichtung hat eine Fläche von rund 160 Quadratmetern.

Seit 1989 bieten die MÖWE-Kinderschutzzentren kostenlose, rasche, anonyme, kompetente und effiziente Hilfe für misshandelte und sexuell missbrauchte Kinder an. Diese Einrichtungen bieten betroffenen Jugendlichen und deren Angehörige Sicherheit, Wärme und Geborgenheit. Die überaus guten Erfahrungen mit dem Partnerverein MÖWE haben Niederösterreich veranlasst, den Ausbau weiterer Kinderschutzzentren voranzutreiben.

Nähere Informationen: MÖWE-Kinderschutzzentrum Mödling, Telefon 02236/86 61 00-10, www.die-moewe.at.


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