16.09.2004 | 11:12

Hilfe für den Hundsfisch

Projekt wird auch von der EU gefördert

Sumpfige Gewässer der Verlandungszone sind die Heimat des kleinen Hundsfisches. Lange Zeit verschollen, wurde er in den Donau-Auen zufällig wieder entdeckt. Auf Initiative des Nationalpark Donau-Auen wurde ein über das Life Natur-Programm der EU gefördertes Rettungsprojekt für den Hundsfisch gestartet. Die verbliebenen Lebensräume wurden durch neue Verbindungsgräben wieder vernetzt. Auch Rückzugstümpel für Trocken- und Frostperioden wurden geschaffen und mehrere Nachzuchtgruppen eingerichtet.

Die Jungfische werden im Nationalpark Donau-Auen und im Umland ausgesetzt, damit wieder überlebensfähige Populationen entstehen. Auch werden Hundsfische an interessierte Aquarianer und Gartenteichbesitzer abgegeben. Alle Partner verpflichten sich zum regelmäßigen Tausch zur Vermeidung von Inzucht sowie zur Bereitstellung von Jungtieren für Wiederansiedelungen. Neben Partnern wie der Universität Wien konnten auch mehrere Schulklassen für das Projekt gewonnen werden.

Als 1992 Ökologen im Fadenbach bei Orth an der Donau und Eckartsau einige Exemplare des kleinen Europäischen Hundsfisches entdeckten, war dies eine wissenschaftliche Sensation. Dieses Tier galt in Österreich seit Jahrzehnten als verschollen. Der starke Rückgang der bevorzugten Lebensräume - sauerstoffarme, pflanzenreiche Tümpel und Aurand-Gewässer - hatte dazu geführt, dass die Populationen isoliert wurden und schließlich verschwanden.

Besonders engagiert sich hier auch Anton Klein, der Betreiber des Lobau-Museums. Tausende Jungfische hat er bereits in seinen naturbelassenen Aquarien, die ohne Heizung, Filter und Belüftung auskommen, herangezogen und ausgesiedelt. Auch gibt er Jungfische an Interessierte ab, die eine fachgerechte Haltung bieten können.

Kontakt: Anton Klein, Lobau-Museum, Telefon 02214/3571. Weitere Informationen: Mag. Erika Hofer, Telefon 02212/3450-16, e-mail e.hofer@donauauen.at, www.donauauen.at.


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